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Star Trek - Titan 1: Eine neue Ära (Taschenbuch)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 05.05.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Michael A. Martin, Andy Mangels, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 379, Erschienen: 2008, Preis: 12,80 Euro


Nachdem die Vaguard Serie unter der Flagge von Cross Cult fulminant bei Fans und Presse angekommen ist und weiter auf ihre Fortsetzung wartet, schickt der Verlag ein neues Star Trek Pferd in Rennen: die U.S.S. Titan unter dem Kommando von William T. Riker himself. Schafft er es das Schiff in unsere Herzen zu fliegen?

Praetor Shinzon ist tot und das wohl größte Debakel in der Geschichte der Romulaner überstanden. Doch was vom Imperium übrig bleibt, ist keinesfalls eitel Sonnenschein oder gar ein friedvolles Nebeneinander mit der Föderation. Gleich mehrere Gruppen versuchen das Machtvakuum zu ihren Gunsten zu nutzen, was vor allem auch daran liegt, dass es dem neuen Staatsoberhaupt an Akzeptanz mangelt. Und da sind natürlich noch die Remaner, die sich ihrer Sklavenketten entledigt haben und den einen oder anderen Rachegedanken hegen.
Auf der anderen Seite der neutralen Zone übernimmt eine Legende das Kommando eines neuen Forschungsschiffs. William Riker hat es also tatsächlich übers Herz gebracht die Enterprise zu verlassen und sich einen vierten Pin an den Kragen zu heften. Seine Aufgabe ist keine geringere, als mit der U.S.S. Titan neue Welten zu erschließen und zu erforschen, was das Zeug hält. Unter ihm eine Mannschaft, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Kaum ein Offizier gleicht in seiner Rasse dem anderen und vor allem der Bordarzt sticht hervor: Er erinnert eher an einen gigantischen, mordlüsternen Salamander, als einem versierten Mediziner. Und dann ist da noch ein unliebsamer Admiral, der keine Gelegenheit auslässt den Führungsstil Rikers zu kritisieren. Dieser findet Hilfe bei seiner Frau, Deanna Troi, die gleichzeitig als Diplomatin des Schiffes fungiert.
Doch was sich noch relativ entspannt anhört, ist es mitnichten, denn die Anwesenheit des Admirals hat einen wichtigen Grund: Das neue Forschungsschiff der Föderation muss seinen Kurs gleich zu Anfang ändern. Riker darf nicht forschen, er muss vermitteln und was könnte heikler sein, als den Romulanern zu helfen ihr Imperium wieder aufzubauen? Die Titan soll unter den verschiedenen Fraktionen jenseits der neutralen Zone vermitteln und klare politische Verhältnisse schaffen.

Lange mussten die deutschen Fans auf gute, neue Romane im Stil der Next Generation warten. Mit Titan soll das gelingen. Der Roman fasziniert auf vielfältige Art und Weise: Da sind zum einen die bekannten Gesichter aus den Fernsehserien (und zwar nicht nur aus Next Generation), die in dieser neuen Marschrichtung Vertrautes schaffen. Da sind aber auch die neuen Crewmitglieder, die gerade wegen ihrer verschiedenen Rassen und Gewohnheiten Würze in den Crewalltag bringen. Und da ist weiterhin die Fortsetzung der Geschichte, die in Star Trek: Nemesis ihren Anfang nahm. Gerade dieses Szenario ist es aber, das ebenso abschrecken kann, denn ein Großteil des Buches behandelt politische Intrigen, die sicher nicht jedem liegen.

Die Ausstattung des Buches ist gewohnt gut. Wenn auf das Cover Licht fällt, hebt sich in schwarz der Name des Schiffes hervor, zudem greift sich der Umschlag schön. In der Mitte des Buches findet sich ein vierseitiger Schiffsplan in Vollfarbe, im Anhang eine kurze Geschichte, wie das Buch entstand, sowie die Vorstellung des Schiffes und der wichtigsten Crewmitglieder. Dem Roman hätte allerdings noch eine detaillierte Namenliste mit den weniger wichtigen Personen gut getan, vor allem, weil man beim Geschehen auf Romulus ab und an schon ins Schlingern kommen kann.

Fazit: Mir als Fan gefällt das Buch vor allem in den Teilen, die die Crew behandeln. Jeder, der sich fragte was ein neues Schiff denn großartig anderes bieten kann, wird eines besseren belehrt. Die politischen Intrigen und Verhandlungen sind sicherlich Geschmackssache, was aber keinen davon abhalten sollte, der Serie eine Chance zu geben. Man darf gespannt sein, was die Titan noch auf dem Kasten hat.




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