Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Filme » Anime/Manga » Hellboy Animated: Schwert der Stürme

Hellboy Animated: Schwert der Stürme
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 12.03.2009, Serie: Filme, Autor(en): Mike Mignola, Guillermo del Toro, Verlag: Keine Angabe, Seiten: /, Erschienen: 2008, Preis: 10,40 Euro


Nach den großen Erfolgen der Hellboy-Comicserie sowie des ersten Kinofilmes beschlossen Schöpfer Mike Mignola und Guillermo del Toro ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und Tad Stones mit ins Boot zu holen, um den teuflischen Antihelden in einer animierten Form in unsere Heimkinos zu bringen.

Ein Volkskundeprofessor gerät unter mysteriösen Umständen unter den Einfluss böser Mächte, uralter Mächte genauer gesagt, die ihren Ursprung im alten Japan haben. Klar, dass hier die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen, kurz B.U.A.P., mal vorbeischauen muss. Und es versteht sich von selbst, dass Hauptbestandteil des Agententeams Hellboy selbst ist, der es nicht lassen kann, sich mal wieder von der Gruppe zu entfernen. Nur kann er diesmal gar nichts dazu, denn ein altes Samuraischwert katapultiert ihn in eine Paralleldimension, in dder er seine eigene, ganz spezielle Queste vollenden muss. Natürlich darf er dabei auch nach allen Regeln der Kunst austeilen.

Ganz in der Tradition der Bücher werden auch in der Animated-Serie alte Sagen gekonnt mit dem Hellboy-Universum verknüpft. Positiv fällt dabei auf, dass auch in der deutschen Version alle Synchronsprecher aus den Kinofilmen beibehalten wurden. Das schafft eine Vertrautheit, die auch jene Zuschauer überzeugen wird, die sich erst an den etwas eigenen "Zeichenstil" gewöhnen müssen. Denn die gewohnte Mignola-Feder weicht einer Computerversion, die die typischen klaren Kanten und Schatten aus den Comics vermissen lässt. Leidtragende Figur ist Liz, die im Film ein wenig zu mädchenhaft, ja fast zu brav herüber kommt.
Dies sind aber nur Details, die das Gesamtwerk in seiner Klasse nicht schmälern sollen. Denn der Fan wird hier in Kinofilmlänge aufs Vorzüglichste unterhalten, was ganz einfach daran liegt, dass Mignola selbst seine Finger im Spiel hatte und kein Lizenznehmer einfach mit dem Namen Hellboy versucht hat Kohle zu machen.

Aber damit nicht genug, denn neben dem animierten Spielfilm gibt es reichlich Bonusmaterial. Dabei dürfen natürlich die üblichen Making-Offs und Szenenkommentare nicht fehlen. Weiterhin gibt es kleine Dokumentationen zu japanischer Mythologie, der Comic Con 2006 sowie dazu, wie der neue Hellboy überhaupt erst entstand. Da kann man wirklich nicht meckern.
Neben der deutschen Tonspur gibt es noch eine englische, sowie eine italienische, Untertitel ebenso reichlich (unter anderem Türkisch, Holländisch und für ganz Skandinavien).

Die Sahnehaube bildet der beiliegende Comic, ebenfalls im animierten Stil mit dem Titel "The Yearning" (auf englisch), in dem sich Hellboy im Schnee mit tibetanischen Sagengestalten prügeln darf.

Fazit: Für den kleinen Preis wird wirklich einiges geboten. Nicht nur, dass der Film klasse ist, auch die Extras können überzeugen. Der beiliegende Comic rundet das Gesamtpaket ab. Das begeistert nicht nur den Fan. Von einem solchen Produkt kann sich manche Hollywood-Produktion eine Scheibe abschneiden. Jedem Fan sei geraten, hier bedenkenlos zuzugreifen.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.