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Atlan - Monolith-Zyklus 3: Echo der Verlorenen
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 04.05.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Hans Kneifel, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 303, Erschienen: 2009, Preis: 9,00 Euro


"Bitte einen Lumbagoo, mit wenig Eis und viel Alkohol"
Schlechter Scherz

Tja, und wieder ist mit Echo der Verlorenen von Hans Kneifel ein Atlan-Roman erschienen, der sich in wenigen Sätzen erzählen lässt. Eine unbekannte Welt und zwei abstürzende Raumschiffe. Atlan verfolgt den Bösewicht und holt ihm an Schluss ein. Großes Showdown-Päng-Puff-Bäng. Der Bösewicht entkommt, Atlan hinterher. Unter dem Strich erfährt der Leser etwas mehr über die Monolithe, weiß aber immer noch nicht, warum er bereits drei Romane gelesen hat.

Gut, vielleicht mag dies etwas plakativ sein, doch trifft dies den Punkt leider nur all zu gut.
Dabei lässt sich die Geschichte zunächst recht gut an. Mit nur wenigen Seiten skizziert der Autoren den Planeten Lumbagoo als faszinierende und exotische Welt, die stark an den Roman Die denkenden Wälder von Alan Dean Foster erinnert. Doch nur allzu bald wendet sich die Geschichte wieder Atlan und seiner verzweifelten Suche nach den Hintergründen der Silberherren und der Monolithe zu. Ein ums andere Mal zeigt sich, dass er immer einen Schritt zu langsam ist. Dabei scheint er nie in der Lage, die Ressourcen der USO abzurufen und stürzt sich kopflos in das nächste Abenteuer. Dieses Prinzip wiederholt sich beinahe in jedem Roman und wirkt mehr als ermüdend. Vor diesem Hintergrund wünscht man sich als Leser lieber die Geschichte der Einwohner von Lumbagoo weiter zu verfolgen, als Atlans Bemühungen. Auch sprachlich liegt das Buch unter den Möglichkeiten von Hans Kneifel, der sich mitunter sperriger Formulierungen wie folgender bedient: "Der Bereich, in dem Atlan und seine Begleiter gegen zwei Gruppen Silberherren kämpften, hatte sich dreidimensional ausgeweitet". Auch bei der Charakterdarstellung ist wenig Gutes zu vermelden.
So wirken die Silberherren als Gegenspieler unglaubwürdig und flach, ebenso wie auch die Einwohner Lumbagoos, die zu servilen Erfüllungsgehilfen Atlans mutieren.
Insgesamt wirkt alles etwas bemüht und konstruiert, damit am Schluss die nötige Seitenzahl herauskommt. Dabei hatte der Planet Lumbagoo das Potential für eine wirklich gute und mitreißende Geschichte, die beispielsweise durch eine Schilderung aus Perspektive der "Eingeborenen" die üblichen Erzählmuster aufgebrochen hätte.
Zumindest bietet die Geschichte ein deutliches Plus an Hintergründen zu den rätselhaften Monolithen an, die beim langjährigen Leser der Perry-Rhodan-Serie zu einem Aha-Erlebnis führen könnte.

Fazit:
Echo der Verlorenen ist (leider) ein typischer Atlan-Roamn, der sich auf den inzwischen ausgetrampelten Pfade der Reihe bewegt und nach altbekannten Schema aufgebaut ist.
Schade, denn hier wurde Potential verschenkt. Positiv zu vermerken sind einzig der faszinierende Schauplatz der Geschichte und dass es mit der eigentlichen Handlung der Reihe endlich voran geht.




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