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Golden City 1: Strandpiraten
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 26.02.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Daniel Pecqueur, Nicolas Malfin, Verlag: Keine Angabe, Seiten: 48, Erschienen: 2002, Preis: 12,50 €


Der Tilsner-Verlag bietet uns hier eine Comic-Serie im Jahr 2090. Wer es sich leisten kann, hat sich von der übervölkerten Welt zurückgezogen und lebt in einem großen, schwimmenden Komplex: Golden City.

Der erste Band der Serie behandelt den Bürgermeister dieser edlen Metropole: Harrison Banks, der auf der Suche nach seiner Frau ist. Diese ist mit einem Flugzeug außerhalb der Stadt abgestürzt. Der Leser wird im Unklaren gelassen, ob sie lebt oder gestorben ist, denn so schnell wie sie von jugendlichen Strandpiraten an Land geholt wird, so schnell ist sie auch schon wieder verschwunden - verkauft an eine zwielichtige Gestalt Namens "Schakal". Banks stolpert in seiner Suche von einer actiongeladenen Szene in die nächste, wird verfolgt und verfolgt selbst, weicht Schüssen aus und feuert selbst um sich. Auch sonst ist mächtig Hektik in der Geschichte, es sei denn die goldene Stadt selbst wird behandelt. Das stellt ganz wunderbar die unterschiedlichen Welten dar. Hier der Kontinent, auf dem der tägliche Überlebenskampf zum Lebensmittelpunkt wird. Dort das sorgenlose Leben der Oberschicht im Überfluss in einem schwimmenden Glaspalast.

Grafisch gibt das recht dünne Hardcover-Buch einiges her. Satte Farben und ein ganz eigener, sehr realistischer Comicstil sorgen für eine angenehme Atmosphäre, die auf dem Kontinent fast ein wenig zu freundlich wirkt. In den unterirdischen Etagen der schwimmenden Stadt, wenn das kühle Blau des Ozeans durch die Scheiben schimmert, kommt die Farbpracht hingegen voll zur Geltung.

Fazit: Strandpiraten kann nicht mehr als der Appetizer der Serie sein, die mittlerweile bereits einmal den Verlag gewechselt und einen Ableger zu verzeichnen hat. Der große Hardcoverband ist schön anzuschauen, nur fehlt der Geschichte leider bisher ein wenig Tiefgang, was aber daran liegt, dass Personen eingeführt und Handlungsstränge gesponnen werden wollen. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht und ob sich der positive erste Eindruck festigt.




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