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Androidenträume
Von Andre Skora

Rezension erschienen: 06.04.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): John Scalzi, Verlag: Heyne Verlag, Seiten: 493, Erschienen: 2009, Preis: 8,95 Euro


Mit Androidenträume erscheint nun ein weiterer Roman aus der Feder von John Scalzi, dem Autor von Der Krieg der Klone. Das Buch kommt in einem schlichten Paperback Gewand daher, welches die knapp 500 Seiten gut verpackt. Die Covergestaltung ist sehr schlicht gehalten, was dem Buch nicht ganz gerecht wird. Wie sich in den Danksagungen erfahren lässt, wurde Scalzi sehr stark durch Philip K. Dick inspiriert, besonders durch Do Androids Dream of Electric Sheep.

Zum Inhalt:

Wir befinden uns im späten 21. Jahrhundert, die Menschheit ist weit ins Weltall vorgedrungen und besitzt nun einige Kolonien. Der Kontakt mit vielen Alien-Völkern ist friedlicher Natur und man unterhält gute Handelsbeziehungen. So beginnt der Roman auch bei einer Handelskonferenz zwischen den Menschen und den Nidu, einer Spezies die großen Wert auf die Interpretation von Gerüchen legt. Es kommt zu einem lang geplanten Mordanschlag auf den nidianischen Oberabgesandten, wobei der Attentäter nicht unentdeckt bleibt und nach seiner Tat ebenfalls Opfer seiner Mission wird. So nimmt die Geschichte ihren Anfang und entwickelt sich immer weiter zu einer hochdramatischen SciFi Kriminalgeschichte rund um Verschwörung, Abgründe und Hinterhalte. Während sich die Spannung immer weiter aufbaut, gelingt es Scalzi eine detailreiche und ebenso faszinierende Fiktion zu konstruieren, die seines gleichen sucht. Dabei nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund, macht sich über heutige Geschehnisse lustig und zeigt Verwegenheiten und Abgründe der menschlichen Seele auf. Dabei kommt immer wieder auch die "Waffe" Humor zum Einsatz, allerdings nicht immer an den passendsten Stellen.

Fazit:

John Scalzi beweist mit Androidenträume, dass die Lobpreisung "der neue Star am SciFi Himmel" nicht ohne Grund zutreffend ist. Dabei schreckt er auch nicht vor gesellschaftlichen und politischen Abgründen zurück. Allerdings scheint mir der Einfluss von Philip K. Dick etwas zu überbewertet. Wer rasanten Krimi SciFi schätzt, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall gönnen.




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