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SIn City - The Game
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 01.02.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jonathan Moriarity, Verlag: Keine Angabe, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: ca. 20 Dollar


Mal wieder liegt uns hier ein Spiel vor, das aus einer Filmvorlage erwachsen ist. Dass dies nicht immer gut geht, ist bekannt. Wo der Film aus dem Noir-Genre begeistert und als gelungene Comicadaption Frank Millers gelten kann, soll sich zeigen, ob das auch für das Spiel gilt.

Der erste Eindruck macht Lust auf mehr: Das Spielbrett zeigt diverse Stadtteile Basin Citys, wie man sie aus dem Comics und dem Film kennt. Es gibt reichlich Counter für "Creeps" (gelb), "Dames" (rot) sowie "Cops" (blau), die zwei bedruckte Seiten haben. Eine für die Fans von Millers Artwork und eine zur besseren Unterscheidung mit etwas mehr Farbe. Diese werden nach einem festgesetzten System auf dem Spielplan verteilt. Weiterhin stehen sehr schön gestaltete Zinn-Marker für die Charaktere Marv (Kreuz), Hartigan (Polizeimarke) und Gail (Maschinenpistole), sowie einer in Form von Marvins "Gladis" für den aktiven Spieler. Karten dürfen natürlich auch nicht fehlen: ein Satz mit "Goals", also Spielzielen, die es zu erreichen gibt, ein Satz mit Aktionskarten und ein Satz mit Bewegungskarten, die erst in der Fortgeschrittenen-Version Anwendung finden. Zudem liegt ein sechsseitiger Würfel bei.

Jede Runde besteht aus zwei Phasen: Setup und Action. Im Setup werden überflüssige "Creeps" von der Farm, "Cops" aus dem Revier und "Dames" aus der Altstadt über das Spielfeld verteilt, bis nur noch vier im jeweiligen Gebiet vorhanden sind. Dann wird eine Aktionskarte aufgedeckt und Phase zwei beginnt. Auf der Karte steht dann ein gewisser Ablauf. Counter werden verschoben und Charaktere greifen an. Dies geschieht indem der aktive Spieler würfelt und den angegebenen Charakter so viele Felder bewegt wie der Würfel anzeigt. Je nach Charakter werden Counter vom Spielbrett entfernt oder verrutscht. Am Ende der Runde überprüft man, ob die vorhandene Konstellation vom Countern mit der geforderten auf der eigenen "Goal"-Karte übereinstimmt. Sollte dem so sein, legt man sie ab und zieht eine neue. Hat man drei dieser Ziele erfüllt, ist man der Sieger.
Dies sind die Basisregeln. Die Version für Fortgeschrittene bietet diverse Änderungen, die den Spielfluss ein wenig interessanter machen. So kann beispielsweise die Bewegungskarten zum Verändern des Würfelergebnisses einsetzten werden oder es wird schwieriger, seine letzte "Goal"-Karte zu erfüllen, da man sie den anderen Spielern zeigen muss.

Fazit: Prinzipiell liegt uns hier ein simples Counterleg- und –ziehspiel vor, das für sich genommen nicht wirklich innovativ ist. Im Gegenteil, Vielspieler fühlen sich schlicht unterfordert. Positiv fällt allerdings das Artwork auf, das sich sowohl an den Comics, als auch am Film orientiert. Die Aktionskarten haben zudem jeweils einen Titel, der eine Szene aus dem Film beschreibt. Die Verteilung der Counter erfolgt dann auch nach der Handlung im Film. Allerdings kann dies wirklich nur die echten Fans begeistern. Allen anderen sei geraten die Finger hiervon zu lassen.




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