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Hellboy 3: Batman/Hellboy/Starman
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 01.02.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Mike Mignola, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 128, Erschienen: 2006, Preis: 18,- Euro


Band drei der Serie um den roten Antihelden wartet mit einem Treffen der Giganten auf und liefert gleich zwei Geschichten. Weiterhin ist es der erste Band unter der Flagge von Cross Cult, in dem Mignola den Zeichenstift abgibt und eine Hellboy-Story von jemand anderem zeichnen lässt.

Der erste Teil des Buches beginnt in ungewohnter Manier. Der Herr ist uns wohlbekannt, aber was macht er hier eigentlich? Denn nicht Hellboy hat seinen Auftritt, sonder Batman himself, der dunkle Ritter Gothams. Er ist natürlich hinter dem Joker her, der Chaos säht und der Fledermaus entkommen kann. Aber keine Zeit zum Durchatmen, denn der Vater von Jack Knight, keinem anderen als Starman, bzw. eigentlich Starman selbst (scheint wohl in der Familie zu liegen) wird von Skinheads entführt. Da diese ein wenig anders sind als die üblichen Rechtsradikalen, tritt auch schon Hellboy auf den Plan. So entsteht eine Superhelden-Co-Produktion der besonderen Art, welche gut unterhält.

Im zweiten Teil muss sich der Leser erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen. Denn diese ist zwar immer noch kantig und dunkel, aber ganz und gar nicht mehr vom zeichnerischen Stile Mignolas geprägt. In "Hellboy/Ghost" trifft der rote Teufel auf den Geist mit den 45ern und muss erst einmal mit dem Temperament der Verstorbenen fertig werden. Ein Vorfall, der sich in den 1930ern ereignete, hinterlässt immer noch seine Spuren; sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.

Beide Geschichten sind eine Besonderheit und irgendwie auch erfrischend. Hellboy mal mit anderen Helden im Verbund zu sehen, hat durchaus seinen Reiz. Mignolas Batman hat Klasse. So kantig kommt die Fledermaus einfach am besten rüber. Die Parallelen zu Lovecraft sind in beiden Geschichten nicht zu übersehen. Allerdings muss man dennoch sagen, dass dieser Band bisher der schwächste ist, denn beide Geschichten überzeugen inhaltlich nicht so recht.
Leider muss man diesmal auch die Verarbeitung des Bandes bemängeln. Die Druckerei hat bei der zweiten Auflage gepfuscht und den ersten Teil falsch eingeleimt. Dem Autor dieser Zeilen lag offensichtlich eines dieser Exemplare vor, denn es fanden sich Kleberspuren auf zwei Seiten. Zudem ragen die neu und leider auch schlampig eingeleimten Seiten leicht hervor.

Fazit: Hellboy in Kooperationen zu erleben hat etwas. Dabei begeistert vor allem Mignolas Batman, auch wenn sein Auftritt nur kurz ist. Benefiels Hellboy ist nett, kommt aber an Mignolas Schattenrisszeichnungen einfach nicht heran. Leider muss die schlechte materielle Verarbeitung des Bandes bemängelt werden. Interessenten sollten diese vorher genau prüfen.




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