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Zum roten Drachen
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 29.01.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Geoff Bottone, Coleen Skadl, Cliff Bohm, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 14,95 Euro


Deirdre, Fiona, Gerki und Zot (samt Hase) sind endlich raus aus dem Dungeon. Die Monster sind getötet, die Räume geplündert, die Jungfrauen gerettet. Was jetzt? Ganz klar, rein in die nächste Kneipe und saufen, bis man Sterne sieht! Da kommt der "Rote Drache" ja gerade recht.

Jeder der Spieler nimmt sich einen Kartenstapel für seinen Charakter. Die Getränkekarten werden gemischt und jeder bekommt zwei davon verdeckt. Dann gibt es noch zehn Gold pro Nase (nicht Hase) und eine Karte mit den Ziffern 1 bis 20, auf welcher mit einem roten und einem weißen Plastiksteinchen Alkoholgehalt sowie Trinkfestigkeit festgehalten werden. Jeder bekommt noch sieben Karten von seinem Stapel und auf geht’s! Wer betrunken ist oder kein Gold mehr hat fliegt raus, der Letzte am Tisch gewinnt.

Das Spielprinzip ist schnell erläutert: Pro Runde wird eine Aktionskarte gespielt, dann verteilt der aktive Spieler verdeckt ein Getränk an einen Mitspieler und danach muss er selbst den Humpen heben. Dabei stellen "Zocken"-Karten eine Besonderheit dar. Denn dann zahlt jeder am Tisch ein Goldstück und das Glückspiel beginnt. Es werden reihum solange "Zocken" Karten aus der Hand gespielt (falls vorhanden), bis alle Spieler passen. Mit den Karten lässt sich der Einsatz erhöhen, aus dem Spiel aussteigen oder die glückliche Siegerhand ziehen. Wer das "Zocken" gewinnt, bekommt auch das eingesetzte Gold. Weiterhin gibt es "Jederzeit" und "Manchmal" Karten, welche eben immer oder nur unter bestimmten Umständen gespielt werden dürfen und das Spiel natürlich mit einigen frechen Tricks und Gaunereien ein wenig aus der vorgesehenen Bahn werfen.

Dann geht das Trinken los. Die oberste Karte des eigenen "Trink-mich"-Stapels wird aufgedeckt und das Getränk vertilgt. Das heißt meistens, dass der Alkoholgehalt steigt. Eventuell ist es aber auch ein Trinkspiel und die gesamte Runde darf am Spaß teilhaben – hurra! Sollte der eigene Alkoholgehalt mit der Trinkfestigkeit gleichziehen oder diese überholen scheidet man aus dem Spiel aus und freut sich auf den Kater am Morgen.

Das Kartenspiel erweist sich als äußerst rasant. Es ist schnell erklärt und sehr spaßig. Vor allem kann das Artwork überzeugen. Die Bilder wurden auf die jeweiligen Charaktere abgestimmt und tragen sehr zur Stimmung bei. Vor allem Zots Häschen macht dabei eine gute Figur. Auch die kleinen Plastiksteine sehen gut aus.

Fazit: Pegasus hat sich hier mal wieder etwas Feines für zwischendurch einfallen lassen. Das Spiel ist schnell erklärt und eignet sich hervorragend um nach dem Pen&Paper alle Viere gerade sein zu lassen und bei einem Gläschen eine Runde zu zocken. Und was eignet sich da besser als ein Kartenspiel in welchem man trinkt und zockt? Schnell und einfach, gut und günstig, eine heiße Empfehlung für die typische Rollenspielclique.




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