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Top Race
Von Andre Skora

Rezension erschienen: 19.01.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Wolfgang Kramer, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 39,95 Euro


Mit dieser Auflage geht TopRace nunmehr in seine zehnte Runde. Die Erstausgabe geht auf das Jahr 1974 zurück. Seitdem erschienen die verschiedensten Versionen, teilweise auch unter geänderten Nahmen. Nun erhält TopRace im Pegasus Verlag ein neues Gesicht.
Bei TopRace übernehmen die Spieler die Rolle eines Monoposto Rennfahrers, der sich in heißen Duellen auf vier verschiedenen Strecken duellieren muss. Dabei gilt es allerlei zu bedenken.

Die Gestaltung der Spielschachtel weist einen direkt daraufhin, was einen erwartet. Das Cover selbst bildet ein Rennszenenduell. Auf der Rückseite findet man dann zahlreiche Darstellungen des innenbefindlichen Spielmaterials und einen einleitenden Text, der Rennatmosphäre verspricht.
Macht man dann die Schachtel auf, bekommt man das Spielmaterial in einer guten Aufteilung und Sortierung präsentiert. So findet man zwei doppelseitig bedruckte Spielbretter die aus Karton gefertigt sind und die entsprechenden Rennstrecken abbilden. Weiterhin findet man zahlreiche Pappmarker die einen belastbaren Eindruck hinterlassen. Die vollfarbigen Open-Wheel-Rennwagen befinden sich in einer Zippfolie in einem separaten Bereich der Spielschachtel. Weiterhin bekommt man einseitig bedrucktes Papier-Spielgeld mitgeliefert. Hinzu kommen dann noch einige Plastikständer und zu guter letzt die Spielkarten. Diese machen ebenfalls einen sehr belastbaren Eindruck und so sollte man lange was von TopRace haben.

Die mitgelieferte Spielanleitung umfasst zwölf Seiten und ist vollfarbig. Die gebotenen Regeltexte sind leicht verständlich. Dies gilt auch für die Erklärungstexte die immer nach neuen Regeln an spieltypischen Situationen erklärt werden. Die abgebildeten Grafiken sorgen weiterhin für ein schnelles Verständnis der Regeln und Situationsbewältigung.

Genug der Umschreibung, kommen wir zum Spiel!

Am Anfang müssen sich die Spieler darüber einig werden, auf welcher der vier Rennstrecken sie ihr Duell ausfahren wollen. Nach der Wahl der Rennstrecke werden die Tempokarten verteilt. Diese sollten die Spieler dann dazu veranlassen zu überlegen welchen Rennwagen sie einsetzen möchten, denn die erhaltenen Tempokarten sorgen nicht nur für die Fortbewegung des eigenen Rennwagens sondern auch dafür, dass sich die gegnerischen dem Ziel nähern und das in der Reihenfolge welche auf der Karte abgebildet ist.
Wenn die Karten also verteilt sind und die Spieler einen Überblick bekommen haben, geht es an die Versteigerung der Rennwagen. Dabei steht jedem Spieler ein gewisses Budget zur Verfügung. Hierbei sollte dann ein gewisses Augenmerk auf die Tempokarten gelegt werden. Wenn die Spielrunde weniger als sechs Mitspieler umfasst, wird einem die Möglichkeit eingeräumt, mehr als einen Rennwagen zu ersteigern, so dass man auf der Rennstrecke noch mehr taktieren kann.
Nach der Versteigerung erhalten die Rennwagen in der ersteigerten Reihenfolge ihre Startplätze. Nachdem die Startaufstellung eingenommen wurde, springt die Ampel auch schon auf Grün und die Wagen setzen sich in Bewegung.
Hierbei beginnt der Spieler, der den ersten Rennwagen gezogen hat mit dem Ausspielen seiner ersten Tempokarte, sprich er zieht die Fahrzeuge in entsprechend abgebildeter Reihenfolge. Anschließend wird die Tempokarte abgelegt. Anschließend geht es im Uhrzeigersinn weiter. Nach der Zieldurchfahrt werden die Rennwagen auf die Zielfelder gestellt und die Spieler erhalten das abgebildete Preisgeld von der Bank.

Sollten die Spieler sich entschlossen haben mehrere Rennen zu spielen, fängt man nun wieder mit der Versteigerung an, allerdings mit dem aktuellen Geldstand nach dem letzten Rennen.

TopRace bietet den Spielern allerdings mehrere Varianten an. Dabei kann die oben umschriebene Variante um "Boxenstop" Karten erweitert werden. Hier erhält jeder Spieler zu seinen Tempokarten einige Boxenstopkarten, die er zur Aufstockung seiner Tempokarten nutzen kann.

Weiterhin findet sich eine Tipp-Variante im Angebot. Bei dieser müssen die Spieler vor dem Start auf den Tipptabellen ihre Tipps abgeben. Dabei erhalten Sie zu den Tempokarten ein Tippboard und Tippmarker. Diese Tippmarker müssen dann von den Spieler gelegt werden. Sobald das erste Fahrzeug dann eine gewisse Stelle (durch eine gelbe Linie gekennzeichnet) auf dem Spielfeld überquert hat, werden die Tipps der Spieler herangezogen und entsprechend belohnt. Fehlgeschlagene Tipps können bei dieser Variante von TopRace dazu führen, dass der entsprechende Spieler auch Geld aus seinem angehäuften Vermögen an die Bank zahlen muss. Dies hängt vom gesetzten Tippmarker und vom Tippboard ab.

Außerdem weißt TopRace noch die "Aktien" Variante auf. Bei dieser Spielversion entfällt die anfängliche Fahrzeugversteigerung und jeder Spieler erhält Aktien. Hierbei müssen die Spieler versuchen am Ende des Spieles so viele Aktien von den vorne platzierten Rennwagen zu haben wie möglich. Dieses erledigen sie, indem sie während des Spieles auf die aktuellen Geschehnisse mit Aktienverkäufen und -zukäufen reagieren. Dabei ist aber sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt, da man sich sicher vorstellen kann, dass jeder Spielzug die Situation extrem beeinflussen kann.

Fazit: TopRace macht von Anfang an Spaß und dieser hält über etliche Rennen bzw. Saisons an. Dabei sorgt es mit seinen unterschiedlichen Rennstrecken und Spielvarianten immer wieder für Abwechslung. Was leider etwas negativ aufstößt sind die Geldscheine, die einen kräftigeren doppelseitigen Druck vertragen könnten. Ebenso hätten die Rennwagen etwas größer ausfallen dürfen, da sie ja ein Hauptbestandteil des Spiels sind. Alles in allem ist TopRace aber jeden Euro wert und kann ohne Probleme ab acht Jahren gespielt werden.

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