Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Horror » Blutbank

Blutbank
Von Andre Skora

Rezension erschienen: 28.01.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Tanya Huff, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 256, Erschienen: 2008, Preis: 9,95 Euro


Mit Blutbank erschien nun eine Kurzgeschichten-Sammlung aus der Feder von Tanya Huff. Vicky Nelson und Henry Fitzroy, die bereits aus anderen Romanen der Autorin bekannt sind ermitteln nun wieder. Die acht, in diesem Band, enthaltenen Kurzgeschichten bilden einen guten Abschluss der Chroniken des Blutes Serie. Gleichzeitig diente diese Buch als Vorlage der zurzeit auf RTL-II laufenden Serie Blood Ties.

Den Anfang des Romans bildet "Zu klein für uns Beide". In dieser rasanten Story geht es um einen Territoriumsstreit zweier Vampire. Vicky muss feststellen das sie nicht mehr alleine in ihrem Gebiet jagt auf Beute macht.
Gefolgt wird das Ganze von "Was für ein Mann". Die Geschichte spielt in London zur Napoleonischen Zeit. Dabei gerät Henry Fitzroy eines Nachts in eine Spionageangelegenheit und das nur, weil er Zivilcourage zeigt und einem Prügelopfer in einer lebensbedrohenden Lage hilft.
"Was sonst noch in den Karten stand" lautet der Titel der dritten Kurzgeschichte. Hierbei erlebt Vicky Nelson die Macht der Roma und des Kartenlegens. Sie erhält den Tipp das ein großer, dunkler Mann hinter ihr her ist, der seit kurzen sein Leben ad acta gelegt hat und sie nun studiert um das Anderssein zu bekämpfen.
Anschließend fährt Vicky mit ihrem Freund Mike in "Der rächende Geist des Lake Nepeakea" zum Campen. Dort gehen die beiden dem Verschwinden einer Mitarbeiterin von Mikes Arbeitgeber auf den Grund. Dabei bekommen Vicky und Mike es auch immer wieder mit dem Gerücht um einen Seegeist zu tun.
In "Bettgesellen" zeigt uns Henry was man bei der Schaltung von Kontaktanzeige beachten sollte und welche Überraschungen auf einen zukommen können, wenn man nicht vorsichtig genug ist. So trifft er auf die ungewöhnlichsten Gestalten und zieht für sich die Konsequenz, dass die nächste Anzeige nicht mehr in "x sucht y" geschaltet wird.
In der nächsten Story bekommt es Vicky es mit kleinen Insekten zu tun. So lautet der Titel "Noch ein feines Nest". Darin erhält Vicky von einer kleinen Gruppe einen Auftrag sich um ein Problem einer Nestbildung in einem stillgelegten U-Bahn Schacht zu kümmern. Hier wird besonders mit Vorurteilen gespielt und eine kleine Stichelei gegen D&D darf auch nicht fehlen.
Weiter geht es mit "Frevelhaft". Hier erfährt man, warum Henry Fitzroy seit etlichen Jahren immer zur selben Zeit in die Kirche geht und Buße tut. Es hat mit seiner Vergangenheit in Venedig zur Zeit der Inquisition zu tun und so wie er seinem Freund Tony mitteilt, ist er damals einmal ausgeflippt und hat unüberlegt gehandelt.
"Kritische Fragen" bringt Vicky in die Kreise von Hackern. Den Mike Celluci ein Cop aus Vicky alter Einheit braucht ihre Hilfe bei einem Fall. Ein Autor wird seit kurzen bedroht und weiß nicht warum. Da Mike die Hände gebunden sind und er nicht weiß wo er anfangen soll, hat er Vicky mehr oder weniger darum gebeten sich diesem Problem anzunehmen.
Mit "Schöne Bescherung" bekommt man dann die letzte Story serviert. Hierbei wird ein Blick in die Weihnachtsfeierlichkeiten von Vicky Nelsons Umfeld geworfen. Dabei erfährt Vicky auch was es heißt auf seine menschlichen Wurzeln zurückzuschauen und sich deren nicht zu verschließen.

Fazit: Mit Blutbank erhält man eine stimmungsvolle Kurzgeschichten-Sammlung. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass Tanya Huff ein etwas anderes Bild von Vampiren zeichnet als sonst üblich. Die gebotenen Stories bieten ein breites Spektrum und bieten dadurch einen anhaltenden Lesespaß.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.