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The Red Star 3: Gefängnis der Seelen
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 29.12.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Christian Gossett, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 160, Erschienen: 2008, Preis: 26,- €


Die Barriere, die die sterbliche Welt von jener der ruhelosen Seelen trennt, ist durchbrochen. Die R.S.S. Konstaninov, einer der schlagkräftigsten Wolkenbrüter, geführt von Aufständigen unter der Führung Urik Antares, bahnt sich ihren Weg durch das Nichts unaufhörlich in Richtung ihres Schicksals; ihr dicht auf den Fersen die R.S.S. Taktarov der ehemals Vereinigten Republiken des Roten Sterns. Sie soll unter der Führung von Luftmarschall Volkov die Rebellen stellen. Es kommt, wie es kommen muss: Beide Schiffe formieren sich zum Angriff und die Schlacht bricht los…
Parallel dazu ringen die Rote Frau und Markus Antares die Gefängnisse der Seelen nieder und rekrutieren eine Armee der Toten, die sich der Konstantinov anschließt. Der Weg wird in einem letzten epischen Kampf gipfeln, der die Festung Erzengel stürzen und die Zwischenwelt aus den Fängen Imbols befreien soll.

Wenn der Leser zurück auf die vorherigen Bände dieser imposanten wie farbprächtigen Serie blickt, wird erkennen, dass jede Nummer stets eine andere Art von Kampf zum Thema hatte. Band eins dreht sich um den Luft-Boden-Kampf, als die Wolkenbrüter die Erde rösteten, in Band zwei standen Guerillataktiken am boden im Brennpunkt und Band drei behandelt nun den Luft-Luft-Kampf zwischen zwei Wolkenbrütern. Und der ist wirklich nicht ohne. Zum einen, weil die fliegenden Festungen eine unbändige Kraft entfesseln, die überzeugend aufs Papier gebracht wird, zum anderen, weil mit den Luftmarschällen Antares und Volkov zwei ebenbürtige Strategen aufeinander treffen. Geboren aus demselben System, jedoch mit unterschiedlichen Idealen, verlangt die Schlacht, die im Mittelpunkt dieses dritten Bandes steht, den beiden Widersachern alles ab.

Zudem geht auch der Konflikt in der Geisterwelt weiter. Der Leser erfährt mehr über die Ziele der mysteriösen Roten Frau und ihrer rechten Hand, Markus Antares, dessen Bruder hoch über ihm die Konstatinov befehligt. Natürlich spielt auch Maya Antares, Markus Frau, wieder eine tragende Rolle. Vor allem ihre Art zu kämpfen und Zauberei mit mechanischen Waffen zu verschmelzen hebt den Comic auf eine ganz neue Stufe. Die kleine Makita, die im vorherigen Band zur Crew des Wolkenbrüters stieß, rückt ein wenig in den Hintergrund.

Optisch liegt auch Band drei der The Red Star Serie gut in der Spur: Computergrafik mischt sich mit Zeichnungen und im Anhang wird erklärt, wie beides zu einem wird. Dies wirkt noch besser, wenn man wieder nach vorne blättert um noch einmal das Endergebnis zu betrachten. Toll ist auch die Idee, das sowieso schon großformatige Hardcoverbuch ab und an um 90 Grad drehen zu müssen, um die nächste Szene im Din A3 Format zu genießen. Man möchte fast schon die Seiten heraustrennen und sie sich an die Wand hängen.
Zu bemängeln gibt es aber auch etwas: Leider wurde hier und da beim Text gepatzt und zwischen mehrsilbigen Wörter tauchen vereinzelt Fragezeichen auf. Das ist wirklich unschön und irritiert den Leser. Weniger schwerwiegend ist das neu eingeführte Konzept, dem Leser vor jedem Kapitel mitzuteilen, was im vorherigen Kapitel passiert ist und was im Folgenden passieren wird. Dies ist sicherlich der ursprünglichen Veröffentlichungspraxis in Einzelheften zuzuschreiben.

Fazit: Insgesamt hat mir der zweiten Band besser gefallen als der hier behandelte dritte. Dies liegt daran, dass Nokgorka einfach mehr Tiefgang hat. Gefängnis der Seelen ist eine einzige Schlacht, die sich langsam anbahnt, während sich Truppen formieren, und dann losbricht. Das Buch dient wiederum zur Überleitung auf das große Endgefecht an der Festung Erzengel und endet kurz davor. Wann es mit Schwert der Lügen, dem vierten Band, endlich dazu kommt ist bisher leider noch unklar. Bis dahin muss sich der Leser mit dem begnügen was er hat – doch das lässt sich wieder und wieder genießen.




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