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Mephisto #09
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 20.03.2002, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 84, Erschienen: 2000, Preis: 8,80 DM


Wenn man sich für düstere Rollenspiele interessiert, kommt man in Deutschlands ausgedünnter Print-Magazin-Szene wohl kaum an Mephisto, dem „Magazin der dunklen Welten“, vorbei.
War das Heft von Martin Ellermeier anfangs eher so etwas wie die Lachnummer der Szene (die immer wieder gestellte Frage, wann denn endlich die Nummer 2 erscheinen würde, wurde vor einigen Jahren zum Running Gag aller Cons), so hat der Mephisto sich mit den folgenden, immer regelmäßiger erscheinenden Heften nicht nur einen guten Ruf erarbeitet, sondern konnte auch einige Verlage davon überzeugen, ihn quasi zum offiziellen Mitteilungsorgan zu machen.
Die mir gerade vorliegende Nummer 9 (inzwischen schon etwas veraltet) hat neben den üblichen Features wie News und Rezensionen denn auch einiges zu bieten.
Da wäre beispielsweise „Der Mitternachszirkel“, ein hervorragender Shadowrun-Artikel über eine magische Verschwörung in höchsten westfälischen Kirchenkreisen. Dann finden wir noch eine höllische Festung für „Angeli“ (wo sonst findet man noch gedrucktes Material für dieses Spiel?), einen Nacht-Club für „Vampire“, einen Artikel über Recht und Gesetz in „Shadowrun“ und eine Abhandlung über die Erschaffung von Mythos-Schriften für „Cthulhu“. Viele dieser Texte sind von Mitarbeitern der jeweiligen Verlage verfaßt, was natürlich bedeutet, daß sie fast so etwas wie offiziell sind (für den, der solche Einteilungen braucht).
Mein persönliches Highlight dieser Ausgabe waren jedoch „Die V-Akten“, ein Artikel über die Möglichkeit, eine Mystery-Kampagne nach dem Muster einer Fernsehserie aufzuziehen, und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Eine irre Idee, die in mir sofort den Wunsch reifen ließ, etwas Ähnliches mal auszuprobieren.
Als Heft im Heft kommt zum Mephisto übrigens der Nachtschatten hinzu, 18 Seiten, die sich mit Horror und Düsternis im Literatur, Comic und Computer befassen, dabei auch häufig die Pfade des allgemein Bekannten verlassen und eher unbekannte Seitenwege beschreiten.
Für Fans der titelgebenden „Dunklen Welten” kann ich dieses Heft auf jeden Fall nur empfehlen.




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