Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Gesellschaftsspiele » Brettspiele » Monopoly World

Monopoly World
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 30.01.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Parker Spiele, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 59,95 Euro


Wer kennt Monopoly nicht? Das Spiel, bei dem man mit buntem Spielgeld Straßen wie die Turmstraße oder die Schlossallee, Energiebetriebe und Bahnhöfe erwirbt und anschließend Häuser und Hotels baut, um solange Miete zu kassieren, bis die anderen bankrott sind und man selbst der reichste Spieler ist. Monopoly ist wohl das bekannteste Spiel der Welt und nun hat Parker mit Monopoly World ihm eine neue Facette gegeben.

Schnallt euch an, geht über Los und lest, was Monopoly World zu bieten hat.

Der erste Blick auf das Spielbrett zeigt, dass es in diesem Monopoly keine Straßen mehr gibt, jetzt können die Spieler Weltstädte wie Athen, Tokio, Barcelona, Jerusalem und Montreal erwerben. Dazu Sonnen- und Windenergiekraftwerk und die modernen Fortbewegungsstationen: Raumhafen, Flughafen, Bahnhof und Schiffshafen. Ansonsten hat sich nichts geändert. Es gibt das Los-Feld, das Gefängnis, das Frei-Parken-Feld und natürlich Ereignis- und Gemeinschaftsfelder. Die Box sieht dann allerdings etwas leer aus: Keine Scheine, Kartenzahlung ist bei Monopoly angekommen und das benötigte Gerät und die sechs Monopolykreditkarten tragen dazu bei, dem Spiel einen neuen Anstrich zu geben. Zwei Würfel gibt es jedoch weiterhin.

32 Ereignis- und Gemeinschaftskarten, auf denen immer noch ein paar Hinweise zu Städten und Ereignissen untergebracht sind, die in engem Zusammenhang mit dem Kartentext stehen, sind vorhanden und auch hier ist alles etwas größer. Es kann sein, dass ein Stararchitekt die Häuser und Hotels renoviert oder dass man einen Teil der Alpen für eine Skiparty vermietet. Da ist es nicht verwunderlich, dass die 100er- und 1000er-Beträge durch Zahlen mit fünf oder sechs Nullen ersetzt worden sind. Natürlich gibt es auch noch die sechs metallene Spielfiguren sowie Häuser und Hotels. Die Spielfiguren variieren von Spiel zu Spiel und repräsentieren jeweils ein Symbol eines Erdteils, ich hatte ein Nascar-Auto, eine Moai-Statue, eine Windmühle, ein Kamel, einen Sumoringer und den Bumerang. Es gibt aber noch 18 andere Figuren wie den Mounty, einen Fußball, eine Brezel, einen Safarihut, einen chinesischen Drachen und ein Känguru.

Auch die Hotels und Häuser haben sich gewandelt. Es gibt zwölf Hotels, jeweils zwei davon entsprechen dem vorherrschenden Bild eines Erdteils, hohe Wolkenkratzer für die USA und Opfertempel der Azteken für Südamerika. 32 Häuser gibt es und auch hier entsprechen diese dem Standard eines Erdteils, so zum Beispiel die Rundhütte aus Afrika und die Pagode für Asien.

Die Anleitung schließlich ist funktional und beantwortet alle Fragen zum Spiel und zur Bedienung des Kartenlesegerätes. Letzteres sollte man sich öfter durchlesen, denn auf die Kreditkarte kommt es an.

Kommen wir zum Spiel: Es geht darum, der letzte liquide und damit reichste Spieler zu sein, der übrig bleibt. Dies erreicht man, indem man Städte kauft, Häuser und Hotels baut und dann hofft, dass die anderen Spieler häufig Miete zahlen müssen; insbesondere natürlich in den hinteren Städten, wie Kapstadt, Riga und Montreal, die Schlossallee von Monopoly World. Das Spiel startet mit der Übertragung von zwei Millionen auf die Karte der Spieler. Per Würfelwurf wird entschieden, wer beginnen darf, und mit zwei Würfeln wird sich fortbewegt.

Nach dem Wurf kann man kaufen oder das Grundstück versteigern lassen. Dabei kommt der spannende Teil. Wann immer ein Spieler auf den Kauf verzichtet, wird geboten, Startgebot sind 10.000. Der Bankhalter, der Spieler mit dem Kartenlesegerät, drückt dazu den so genannten Dealknopf und innerhalb einer zufällig gewählten Zeitspanne - zwischen 13 und 50 Sekunden – blinkt ein Licht. Hört das Blinken auf, gewinnt der Spieler mit dem höchsten Gebot und das Grundstück gehört ihm. Symbolisiert wird dies durch die Besitzrechtkarten. Landet man auf einem verkauften Grundstück, muss man, wie in den anderen Monopolyspielen auch, Miete zahlen, bei Grundstücken mit Häusern oder einem Hotel natürlich deutlich mehr. Landet man auf dem Gefängnisfeld, gilt man als Besucher, auf den Ereignis- und Gemeinschaftsfelder wird die jeweilige Karte gezogen. Geht das Geld aus, dürfen unbebaute Grundstücke verkauft oder belastet werden. Bei bebauten Grundstücken müssen erst die Häuser und Hotels verkauft werden. Miete zahlen und verkaufen an andere Spieler geht problemlos vonstatten, einfach die Karte des Verkäufers in den Verkäuferschlitz des Kartenlesegerät und die Karte des Käufers in den anderen und schon kann das Geschäft getätigt werden.

Fazit: Monopoly World ist eine höhere Ebene von Monopoly. Nicht nur die Grundstücke sind zu Städten geworden, auch die Summen sind um mindestens drei Nullen gestiegen. Das Fehlen des typischen Monopolygeldes raubt dem Spiel leider eine spezielle Note. Allerdings ist das Kartenlesengerät eine gute Idee bei solchen Summen. Leider müssen des öfteren Vorgänge abgebrochen und neu durchgeführt werden, weil sehr leicht Fehler passieren. Die Versteigerungsmethode ist interessant und die unterschiedliche Zeitspanne macht das ganze sehr spannend. Hinweise und Figuren geben dem Spiel auch eine neue Note, eine Weltnote, bei der man Neues lernt und auch mit den Kontinenten näher in Kontakt kommt. Wen das Fehlen der Geldscheine nicht stört, sollte sich Monopoly World holen, Spaß macht es allemal.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.