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El Moondo Africa
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 20.03.2002, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Robert Cepo, Nicolas Pilartz, Migou Auteurs, Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Seiten: , Erschienen: 2001, Preis: 12,00 DM


Es gibt Spiele, die will man einfach haben. Es geht nicht darum, ob sie gut spielbar sind oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob man jemals jemand anders davon überzeugen kann, sie zu spielen, oder ob sie auf ewig ungespielt im Schrank stehen bleiben.
El Moondo ist so ein Spiel, und der Grund, warum man es haben will, ist die grafische Gestaltung. Die Illustrationen auf den Karten gehören sicherlich zum Besten und Witzigsten der letzten Jahre.
Jeder Spieler führt einen Stamm seltsamer Tier-Mutanten ins Feld. Dabei werden am Anfang 12 Spielkarten in zwei Reihen zu je sechs Karten vor jedem Spieler ausgelegt. Dazwischen wird genügend Platz für zwei weitere Reihen gelassen, so dass sich die Kämpfer bewegen können.
Jede Karte hat ihre eigenen Bewegungsregeln, die auf ihr selbst festgehalten sind. Einige können sich nur zu Fuß bewegen, andere können springen oder gar fliegen. Wenn zwei Kämpfer verschiedener Stämme auf einem Feld aufeinander treffen, kommt es zum Gefecht. Dazu werden beide Karten vom Spielfeld genommen und ein paar mal in der Hand gedreht; danach zeigt jeder Spieler auf eine der Kartenecken des anderen. In jeder Kartenecke stehen Kampfwerte für den Mutanten, und wer den höheren Wert aufdecken kann, hat das Gefecht für sich entschieden und darf das Feld für sich besetzen. Der Verlierer hingegen wird aus dem Spiel genommen.Zusätzlich haben verschiedene Kämpfer noch die Möglichkeit, bis zu drei sogenannte Trümpfe einzusetzen. Diese Sonderkarten ermöglichen verschiedene Spezialeffekte.
DasZiel des Spieles besteht darin, das Stammes-Totem der Gegenseite zu erobern.
Soweit die Grundregeln, die denen entsprechen, die auch der englisch/französischen Original-Version "Zoon" bzw. "ZoonDo" ihre Gültigkeit haben. Diese Regeln, die im Original gerade mal auf einer Karte abgedruckt wurden, sind hier auf mehreren Seiten klarer erläutert und mit allerlei Beispielen und Grafiken aufgepeppt.
Wirklich interessant sind hier jedoch vor allem die Sonderregeln zum Spiel mit vier Personen und zur Zusammenstellung eines eigenen Stammes aus den Karten verschiedener Einzel-Stämme. Letzteres ist insbesondere deshalb interessant, weil einige der Stämme gegenüber anderen durch bestimmte Eigenschaften vor allem der Totems doch etwas benachteiligt sind; durch eine Zusammenstellung verschiedener Stämme zu einem neuen Kampfhaufen kann man dies jedoch ausgleichen.
Es gibt insgesamt vier Kartensätze, die jeweils einen Kontinent mit den vier darauf lebenden Stämmen darstellen. Neben Africa (mit den Krokokos, Pungs, Zyons und Zools) stellen Asiatik, Europa und UZA eine einzigartige Sammlung von irrwitzigen Kreaturen dar.

Gut, das Spiel selbst ist nicht gerade überragend innovativ, und einige Mechanismen haken auch ein wenig, aber wie gesagt, es gibt einfach Spiele, die will man einfach haben, und wenn es nur ist, um sie hin und wieder einfach nur anzugucken. So wie El Moondo.




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