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Shaun of the dead (Broschiert)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 30.11.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Chris Ryall, Zach Howard, Simon Pegg, Edgar Wright, Verlag: Keine Angabe, Seiten: 90, Erschienen: 2006, Preis: 10,- €


Shaun ist ein recht genügsamer Engländer. Seinen Job erledigt er zwar regelmäßig, aber doch eher ohne den erwünschten Elan, viel lieber hockt er mit seinem Freund Eddi zuhause auf der Couch und zock Konsolenspiele, oder genehmigt sich im "Winchester", dem Pub um die Ecke ein, zwei Pints. Völlig unverständlich also, dass seine Freundin nach mehr Sinn in ihrer Beziehung verlangt und diese erst einmal auf Eis schiebt. Was kann Shaun da eigentlich noch Schlimmeres passieren? Nun ja, es könnte die Welt untergehen und die Toten könnten sich bei der Gelegenheit gleich mit erheben.
Doch das bekommt Shaun erst einmal gar nicht mit. Als er niedergeschlagen wie jeden Morgen zum Cornershop schlappt ist alles wie immer: Der Nachbarsjunge spielt Ball, auf den Straßen herrscht die übliche Trägheit und auch im Laden ist alles tot. Zeit sich um den Geburtstag der Mutter zu kümmern. Ja, Shaun hat wirklich gerade gar keine Zeit für die um sich greifende Seuche, die einen nach dem anderen dahinrafft. Als auch noch sein verhasster Stiefvater dran glauben muss, geht der Spaß dann aber richtig los. Zeit seine Beziehung und nebenbei gleich noch die Welt zu retten...

Das Heft vom Ehapa Verlag ist genau das, was es verspricht: Eine romantische Komödie (mit Zombies). Dabei folgt es strikt dem Handlungsablauf der bekannten filmischen Vorlage. Das heißt aber auch im Klaren: Es gibt nichts Neues. Allerdings wurde der Film wirklich gut aufs Papier gebracht. Die Zeichnungen sind äußerst realitätsnah, die Schauspieler wurden sehr gut getroffen und die Illustrationen halten sich nicht immer an die Kästen, wenn die Action um sich greift. Wie das aber mit englischen Komödien immer so ist, kann man sie eigentlich nur richtig genießen, wenn man die im Original sieht bzw. liest. Das trifft auf den Film Shaun of the Dead ebenso zu, wie auf die Umsetzung im Comic.

Fazit: Ob man das Heft wirklich braucht ist ein Frage des Geschmacks. Wer den Film nicht kennt, wird eher nicht zum Comic greifen. Wer ihn kennt, wird im Comic nur eine eins-zu-eins Abbildung wieder finden. Alternativstories wären da besser gewesen. Somit ist das Heft kein "Must-Have" sondern lediglich ein nettes Nebenbei.




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