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Der Basiliskenkönig
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 20.03.2002, Serie: Rollenspiele, Autor(en): Falkenhagen, Finn, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 80, Erschienen: 2001, Preis: 26,95 DM

Der Basiliskenkönig ist der abschließende Teil der Trilogie „Im Schatten Simyalas“. Hier enden alle Handlungsstränge der beiden Vorgänger „Namenlose Dämmerung“ und „Stein der Mada“. Die Handlung knüpft zeitlich nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an und beginnt in der Grünen Ebene, dem Heimatland der Goblins.

Die Helden machen sich also auf, der gestohlenen Harfe der zwölf Winde auf die Spur zu kommen, mit der Beorn, der Gegenspieler der Helden „den Gefallenen am Thron der Winde zu binden sucht“.
In einer fast vergessenen Kultstätte werden sie endlich fündig und im Allerheiligsten offenbart sich ihnen ein Hauch der Urkräfte der Schöpfung und ihr Verständnis von der Welt wird einer harten Prüfung unterzogen. Doch selbst hierhin reicht der lange Arm des Namenlosen. Bei der Rückkehr nach Burg Silz, dem Stammsitz der Gräfin Naheniel Quellentanz erwartet die Recken dann eine wahrlich „märchenhafte“ Situation. Selbstverständlich gelingt es den Helden die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen, aber die dunklen Schatten der drohende Ereignisse drängen zum schnellen Aufbruch und das Ziel kann nur eine einziges sein - das legendäre Simyala !
Natürlich ist der Weg dorthin alles andere als leicht zu bestreiten und es bedarf schon wahrer Helden um endlich die untergegangene Stadt der Hochelfen zu erreichen. Simyala - die Verfluchte, erfüllt mit uralter Elfenmagie und ihren Hinterlassenschaften. Der Traum eines jeden Gelehrten oder Schatzsuchers. Doch es wird, bei all der noch verbliebener Pracht, bald klar warum diese Stadt untergegangen ist und welch tragisches Schicksal sich hier vor undenklichen Zeiten erfüllte.
Rasch gilt es zu handeln damit der Basiliskenkönig, der schon einmal Tod und Verderben brachte, nicht ein weiteres Mal gerufen wird und den Untergang heraufbeschwört. Machtvoll sind die Kräfte, die auf Seiten der Helden stehen, doch sie müssen sich gegen die Machenschaften und die Diener der mächtigste Verbündete des Namenlosen behaupten.

Der Basiliskenkönig ist ein würdiger und gelungener Abschluß der Simyala-Trilogie. Die Handlung ist linear, ohne unnötige Schnörkel und Nebenhandlungen und bietet ein abwechslungsreiches Rollenspiel. Der epische Charakter und die großen Namen, mit denen die Helden zu tun bekommen, verlangen auch eine würdige Abenteurergruppe. Hirnlose Schlagetots und unsensible Pfennigfuchser sind hier gänzlich fehl am Platze. Natürlich ist auch der Meister gefragt, die mythische Stimmung und die tragische Atmosphäre einer untergegangenen Hochkultur stimmig darstellen zu können. Ganz besonders ist bei den mitziehenden Persönlichkeiten darauf zu achten, daß sie angemessen dargestellt werden, ohne den Helden das Gefühl zu geben, nur Anhängsel zu sein. Fanpro hat nicht grundlos den Anspruch an den Meister mit „hoch“ angegeben. Abschließend ist der doch recht knackige Schwierigkeitgrad anzumerken. Die Erfahrungsstufen 5-10 sind eine sehr optimistische Einschätzung, da so manche (gute) Heldengruppe nicht nur aus schlagkräftigen Charakteren besteht. Das Abenteuer läßt eine Erleichterung nur begrenzt zu, ohne dann gleich unplausibel oder läppisch zu wirken.

Fazit: sehr empfehlenswert, aber anspruchsvoll für Meister und Spieler.




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