Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Auditorium » Hörbücher » Jack Slaughter 02 - Tochter des Lichts - Professor Dooms Erwachen

Jack Slaughter 02 - Tochter des Lichts - Professor Dooms Erwachen
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 02.12.2008, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: LPL records e.K., Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 9,95 Euro


Jack Slaughter, die erste männliche "Tochter des Lichts", ist zurück in seinem zweiten Abenteuer, Professor Dooms Erwachen. Und er hat nicht viel dazu gelernt.

Nachdem er die Zaubermacht der ultimaten Waffe namens "Ponytail" zunächst eingesetzt hat, um sich ein kühles Sixpack Bier zu besorgen, begibt er sich auf die Suche nach weiteren Informationen über seine Fähigkeiten und seine Bestimmung. Dabei erhält er von einem geheimnisvollen Zigeuner (mehr oder weniger kostenlos) eine ebenso geheimnisvolle Halskette, die er später noch um einen uralten Hai-Zahn erweitert. Doch ansonsten ist Jack zusammen mit seinem Kumpel Tony eher damit beschäftigt, sich um die Models und Möchtegern-Models zu kümmern, die bei der Bikini-Modenschau teilnehmen, welche zum Start des Video-Klassikers Bikini Highschool Massaker an Tonys Arbeitsplatz stattfindet - dem Videoland.
Glücklicherweise ist die gefeuerte Parapsychologin Kim Novak ebenfalls bei dieser Modenschau, und zwar als eins der Models (ja, hier sind nicht alle Models doof, dafür ist aber die in Zukunft wahrscheinlich wichtigste Helferin unserer "Helden" ausnehmend gutaussehend), und so erfahren die Jungs wenigstens ein bisschen, auch ohne sich anzustrengen.
So ganz nebenbei versucht auch Professor Doom, seine neue Macht als Monster auszuleben und düstere Pläne zu schmieden (was man eben so als Dämon macht), um sich an allen zu rächen, die ihm jemals etwas angetan haben... und in seinem verdrehten Geist ist das eigentlich jeder!

Jack Slaughter vermag mit seinem zweiten Abenteuer die hohen Erwartungen nach dem ersten Teil nicht ganz zu erfüllen. Zwar funktionieren Schauspieler und Drehbuch immer noch besser als erwartet, aber auch der zweite Teil steht vor allem im Zeichen der Vorbereitung auf Zukünftiges. Es werden einige neue Geheimnisse aufgetürmt, die schöne Kim Novak taucht wieder auf, nachdem sie am Anfang des ersten Teils von Professor Doom (damals noch kein Dämon) vor die Tür gesetzt wurde. Zur großen Freude der beiden Jungs schließt sie sich dann sogar (Überraschung!) den Helden an. Trotzdem fehlen leider ein wenig die Fortschritte in der Handlung, oder zumindest die Erklärungen für einige der seltsamen Vorkommnisse und unklaren Zusammenhänge aus beiden Teilen. Wenn diese allerdings in den nächsten Folgen kommen, so nehme ich einen durchaus amüsanten zweiten Teil wie diesen gerne in Kauf.
Denn soviel ist klar: Wenn man beide bisher erschienenen Folgen als Ganzes betrachtet, so hat man einen gelungenen zweistündigen Pilotfilm zu dieser neuen Serie vor sich, der Appetit auf mehr macht. Und wenn man die jetzt schon vorhandenen Fragen alle beantworten will, so sind sicher noch einige weitere "Gänge" in diesem Menü zu erwarten.
Wie schon beim ersten Teil sind auch diesmal nicht alle Schauspieler der Herausforderung gewachsen, den Humor sauber zu verkaufen, ohne in Klamauk abzudriften. Insbesondere eine hoffnungslos überdrehte Arbeitsamt-Angestellte ist mit ihrem schrillen Organ ein purer Anschlag auf das Nervenkostüm des Zuhörers. Tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber hier wünscht man sich einen Angriff der finsteren Mächte, auf dass Ruhe eintreten möge.

Von den aufgezählten Kritikpunkten abgesehen (die sich ja durchaus noch relativieren können) ist Professor Dooms Erwachen jedoch eine gelungene Fortsetzung in gewohnt guter LPL-Records-Qualität, die allerdings nur wenige neue Highlights setzen kann. Von daher hoffe ich, dass es im bereits angekündigten dritten Teil dann so richtig losgeht.
Ach ja, und wieso die Geschichte nun in den Achtzigern spielt, weiß ich genauso wenig wie nach dem ersten Teil... aber das nur nebenbei.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.