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Batman – The Killing Joke
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 09.11.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Brian Boland, Alan Moore, Verlag: Panini Verlags GmbH, Seiten: 64, Erschienen: 2008, Preis: 13,95 €


Nach dem großen Erfolg von The Dark Night und dem Joker in unseren Kinosälen hat sich Panini dazu entschlossen einen Klassiker neu aufzulegen. Damit aber auch Langzeitfans etwas davon haben, legt der Verlag noch diverse Schmankerl oben drauf: Die Geschichte wurde von Zeichner Brian Bolland neu koloriert sowie mit weiteren Details versehen. Zudem gibt es die Geschichten "Ein ganz normaler Typ", "Tödliche Liebe" und "Der Joker" noch als Anhängsel.

"The Killing Joke" dreht sich, wie sollte es anders sein, um den Joker. Batman ist auf dem Weg ihn zur Rede zu stellen – im Arkham-Sanatorium. Schnell wird klar: Hier stimmt etwas nicht und Batman muss erkennen, dass der Joker weg ist. Der Flüchtige hat sich mittlerweile schon in ein Grundstück verliebt, auf dem ein brachliegender Jahrmarkt steht – eine Kulisse wie geschaffen für einen Thriller, morbide und ganz im Stile von Batmans schrillstem Feind. Die Story weiß zu überzeugen, die Farben sind brillant, der Wahnsinn gut umgesetzt. Der Leser darf sich auf Details über den Mann freuen, der vor dem Joker stand. So macht Batman Spaß!
"Ein ganz normaler Typ" träumt davon, einmal so richtig böse zu sein. Er spinnt sich in eine Geschichte, die nur ein Ziel erlaubt: den Tod des schwarzen Ritters. Skurril und verrückt, der Wahnsinn des kleinen Mannes. Diesers Kapitel ergänzt den Auftakt hervorragend.
"Tödliche Liebe" sieht man an, dass die Geschichte schon ein wenig älter ist. Sie ist auch wieder sehr skurril und mitnichten langweilig, im Gegenteil. Einziges Manko sind die Farben im schrillen Stil der 80er. Aber echte Fans werden darin Nostalgie erkennen. Die Erzählung dreht sich wieder um einen Wahnsinnigen, der in einem Kaufhaus einer Puppe nachstellt. Kurios, amüsant, tragisch, toll.
"Der Joker" ist eine Batman-und-Robin-Story, die erneut die grünhaarige Fratze zum Thema hat. Somit schließt sich der Kreis. Wieder sind die Farben schrill. Die Geschichte ist noch einfacher gestrickt und kann leider nicht so recht überzeugen. Alleine die Textbausteine sind schon gruselig. Zitat: "Der mächtige Batman konnte diesen Sprung vollbringen. [...] Ein gemeiner Tritt trifft Batmans Kopf. [...] Der Schock des Wassers belebt den dunklen Ritter." Da kommen Erinnerungen an die grottige Fernsehserie auf, dass es den Leser schüttelt. Aber auch hier gilt: Kult kann nicht schräg genug sein.

Fazit: Drei von vier Geschichten können überzeugen, davon zwei auf ganzer Linie. Selbst wer Batman nicht aus dem FF kennt, wird seine Freude haben. Alleinig die letzte Geschichte entwöhnt dann wieder die Leserschaft, wenn Robin in Strumpfhosen seinen Auftritt hat.




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