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The Red Star 2: Nokgorka (Gebundene Ausgabe)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 13.10.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Christian Gossett, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 216, Erschienen: 2007, Preis: 26,- €


Der Krieg im Osten ist verloren und schon tut sich eine neue Front für die "Vereinigten Republiken des Roten Sterns" auf. Die rebellische Provinz Nokgorka ist abtrünnig und verlangt nach Unabhängigkeit. Luftmarschall Urik Antares, Bruder des gefallenen Markus Antares aus dem ersten Band, soll sich unter anderem dieser Sache annehmen.
Doch dies ist nicht so einfach, weder militärisch, noch moralisch. Zum einen stellen sich die skelettierten Häuserschluchten der Hauptstadt Bahamut als äußerst trügerisch für Straßenkämpfe heraus und zum anderen kämpft in Nokgorka Mann und Maus, Frau und vor allem auch Kind. Wo wir im ersten Band der Serie um das fiktive Russland der Zukunft noch auf Seiten der Republiken waren, dreht sich jetzt auch für den Leser das Blatt, als er in die Geschichte Makitas eintaucht. Und diese hat erst einmal nur eine Aufgabe: Rennen was das Zeug hält und in einer Stunde ihren Vater an der Front treffen, denn das letzte Stündlein hat im wahrsten Sinne des Wortes für ihn geschlagen.
Makita ist kein gewöhnliches Mädchen. Die Wirren des Krieges haben sie zu einer knallharten Kämpferin gemacht, ganz ohne kindliche Unschuld, wie so viele in der Armee Nokgorkas. Wir erkennen eine Parallele zu einer anderen weiblichen Person, welche der Leser im vorhergehenden Band schätzen und lieben lernte: Maya, die Hexe. Beide verbindet so viel wie sie trennt, doch ihre Wege werden sich kreuzen – in den gefrorenen Ruinen Bahamuts.

Die Mängel, die Band eins vorwies, wurden tadellos beseitigt. Vielleicht lag mir aber auch nur ein schlechtes Exemplar vor. Die Seiten lassen sich ohne Probleme blättern und kleben nicht zusammen, auch muss man nicht mehr mit dem Finger nachfahren um sie ordentlich in das Buch zu "pressen". Wie immer versetzten die bombastischen Bilder den Leser ins Staunen, die Geschichte tut ihr Übriges. Angefangene Stränge werden fortgeführt und neue eingewebt. Der Leser wird nun mehr in das Gesamtwerk hineingezogen, wie es sich für einen zweiten Band gehört.

Fazit: Wer in Band eins mit der Geschichte warm werden konnte, kommt an Band zwei natürlich nicht vorbei. Der Begriff "Comic-Kunst" war noch nie so wahr wie hier. Computergrafik und Zeichenstift formen Bildwelten, die begeistern. Weiter so, hier wird Großes geschaffen!




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