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Die Gesichtslose
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 19.10.2008, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Ulisses Spiele, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 11,00 Euro


Für gerade einmal 11 Euro bekommt man auf rund 60 Seiten gleich vier Abenteuer - laut Titelbild für Einsteiger: den Namensgeber "Die Gesichtslose" ("Im Shadif häufen sich Überfälle merkwürdiger Echsenmenschen auf menschliche Siedlungen. Die Spuren führen in die geheimnisvolle Silem-Horas-Bibliothek zu Selem."), "Funkenflug" ("Eine elfische Adlige verschwindet auf einer wichtigen Mission, und die Anwesenheit eines Praios-Geweihten, der auf der Suche nach dem Ewigen Licht ist, macht es nicht einfacher, ihre mysteriöse Spur zu verfolgen."), "Die Kanope der Yilbakis" ("Die Helden finden einen tödlich verletzten Novadi-Krieger, der ihnen im Sterne das Versprechen abnimmt, einen Kanope nach Rashdul zu bringen.") und "Nächtlicher Schrecken" ("In einen kleinen Dorf unweit von Fasar werden in mehreren aufeinander folgenden Nächten blutleere Tiere gefunden. Sollte sich ein Vampir hier angesiedelt haben?").

Mehr als die auf dem Umschlag abgedruckten Appetizer sollte man aber zum Inhalt der Abenteuer auch nicht sagen. Die vier sind relativ geradlinig und actiongeladen. Die Garantie auf dem Backcover, jedes der Abenteuer sei mehrfach probegespielt, ist zudem wirklich etwas wert. Man merkt die Überarbeitungen. Jedes einzelne Modul ist in sich schlüssig und weiß so zu gefallen. Die übersichtliche Gestaltung, das gute Layout und ebenso gelungenen Illustrationen helfen Spielleitern bei der relativ schnellen Vorbereitung zum Spiel. Damit lösen die Abenteuer genau das Problem, vor dem Spielrunden oft stehen: Doch noch heute Nachmittag spielen? Aber was denn noch schnell vorbereiten? Dazu sind die vier mittel- bis südaventurischen Abenteuer auch noch alles andere als bloße Lückenfüller.

Ein paar kleine Wermutstropfen gibt es dennoch zu beklagen. Die haben aber wohl eher mit der redaktionellen Verlagsarbeit zu tun. Während z.B. auf der vorderen Umschlagsseite von Einsteigerabenteuer gesprochen wird, liest man hinten: "Einsteiger bis erfahren".
Ebenso befremdlich wirkt die Angabe auf dem Umschlag, außer den drei Regelbänden gebe es keine weiteren Voraussetzungen zum Spiel, während Daniel Simon Richter, Autor von "Die Kanope der Yilbakis" davon spricht, die Spielhilfe "Land der Ersten Sonne" müsse unbedingt vorhanden sein. Erfahrene Spielleiter werden aus meiner Sicht keine Probleme haben zu improvisieren.
Trotz der guten Übersicht innerhalb der Module fand ich es zudem ungünstig, dass die Module keinen komplett einheitlichen Aufbau besitzen. Damit wären sie noch optimaler zu erschließen.

Aber das sind, wie gesagt, nur Marginalien, die den ausgesprochen positiven Eindruck - insbesondere den hohen Spielwert - von Die Gesichtslose nicht ernsthaft trüben können.




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