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Point Whitmark 24 - Am Tag der großen Flut
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 08.12.2008, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 5,99 €


Die 24. Folge der Jugendserie Point Whitmark "Am Tage der großen Flut" bietet dem Trio des Radiosenders Point Whitmark – der Sender, der heißt wie die Stadt – die Gelegenheit mit ein wenig Nachbarschaftshilfe interessante Interviewpartner zu gewinnen. Denn Sturm zieht auf und so sichern Jay und Tom gerade die Dachschindeln von Doc Weatherby, während Derek einen Kuchen besorgen soll.

Der Doc wohnt auf einer Landzunge, ganz in der Nähe des Hauses von Mrs. Bushland, welcher ja der Leuchtturm, von dem aus das Trio sendet, gehört. Von dort kommt der Doc gerade wieder. Zwei Arbeiter haben sich dort verletzt, welche die Staustufen überprüfen und sichern sollen. Es regnet schon ordentlich und der Sturm rückt langsam näher...

Während der Doc die beiden Rourke-Brüder behandelt, müssen Jay und Tom feststellen, dass es Derek wohl nicht mehr geschafft hat – die Landzunge ist vom Wasser eingeschlossen. Allerdings bringt der Doc dann das Gespräch auf die alten Schmugglertunnel, welche der langjährige Hörer noch aus Folge 7, "Das Grab aus Wüstensand", kennt. Als die beiden Brüder davon hören, reagieren sie äußerst eigenartig...

Derek hingegen ist zum Haus von Mrs. Bushland geeilt, um seinen Freunden wenigstens telefonisch bescheid geben zu können, dass die Küstenstraße unter Wasser steht und kein Durchkommen möglich ist. Einer der Bauarbeiter, Mr. Doyle, hält dort Wache, dass sich nicht noch jemand an der Unfallstelle verletzt. Der begleitet Derek auch prompt, dem zwar auf ein Klingeln nicht geöffnet wird, aber dank der betreuten Katze von Mrs. Bushland kennt er ihr Schlüsselversteck. Kaum im Haus hört er ein beständiges Radiorauschen, durchdrungen von anderen merkwürdigen Geräuschen. Schließlich findet er Mrs. Bushlands Nichte in der Fotokammer vor – gefesselt und geknebelt. Sie wurde nämlich von zwei Arbeitern gezwungen, beim Doc anzurufen. Doch es besteht keine Möglichkeit mehr, die beiden zu warnen, Doyle kehrt nämlich gerade mit der Nachricht zurück, dass die Leitung durchschnitten wurde....

Die Inszenierung des Sturms verdient ein Eins-A-Doppelplus. Je nachdem ob sich die verschiedenen Charaktere draußen, drinnen oder Untertage aufhalten, weht ein beständiger, anschwellender Sturm, der einem die Dachziegel um die Ohren fliegen und den warmen Tee zum Hörspiel richtig genießen lässt.

Aber auch beim Plot macht Point Whitmark alles richtig. Schon nach ein paar Minuten hat sich ein Plot zum Mitfiebern entwickelt und Produzent Volker Sassenberg baut gar drei richtig heftige Szenen ein: Lebendig begraben, Tauchen in einen Tunnel unbekannter Länge und Schwimmen auf offener See ohne Rettungsweste. Ahh, starke Nerven sind also gefragt!

Die erneute Integration der Schmugglertunnel ebenso des Hauses von Mrs. Bushland macht Point Whitmark einfach zu einem plastischen Ort, indem es immer mal wieder Elemente gibt, die wiederkehren – Personen wie Orte.

Aus dieser Sicht ist es etwas schade, dass die Stimme von Uli Krohm erneut auftaucht. Diesmal in der Rolle von Doc Weatherby. In der letzten Folge sprach er noch in der Rolle eines Tierpflegers des Nachtparks. Dieselbe Stimme in unterschiedlichen Nebenrollen zweimal direkt hintereinander zu haben ist schade, zumal der Doc aus meiner Sicht ruhig noch mal hätte auftauchen dürfen.

Fazit: Erneut eine sehr gelungene Folge der Reihe, welche bei den Jugendserien ohne Frage führend ist. Diesmal eine der atmosphärisch intensivsten – ein Meilenstein, der künftig schwer zu knacken sein wird!




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