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Musketier - Im Auftrag der Königin
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 25.09.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Florian Isensee, Verlag: Floria Isensee GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 6


Zwei bis vier mutige Spieler übernehmen die Rolle der Musketiere und versuchen die Wegstrecke von Paris nach Calais zurückzulegen. Unterwegs werden die Musketiere immer wieder von den Männern des Kardinals attackiert. Diesen Attacken fallen die Musketiere nacheinander zum Opfer. Nur einer wird Calais erreichen und damit das Spiel gewinnen.

Zur Spielvorbereitung werden die acht Wegekarten gemischt und in zwei Abschnitte verdeckt nebeneinander in die Tischmitte gelegt. Der erste Abschnitt enthält vier Karten, der zweite eine Karte weniger, als Spieler teilnehmen. Die Aktionskarten werden nach den Symbolen Muskete, Degen und Pferd sortiert und offen bereit gelegt. Jeder Spieler erhält jeweils eine Karte mit zwei von jedem Symbol. Die Kardinalskarten und die Ruhmkarten werden gemischt und bilden zwei verdeckte Nachziehstapel.

Eine Spielrunde besteht aus den folgenden Phasen:

a) Aufdecken einer Wegekarte und Ausspielen von Aktionskarten
b) Ausspielen von Ruhmkarten
c) Kardinalskarte aufdecken
d) Startspielerwechsel

Zunächst wird eine Wegkarte aufgedeckt und die Spieler haben nacheinander einmal die Möglichkeit eigene Aktionskarten abzugeben und dafür andere Aktionskarten und/oder Ruhmkarten zu erhalten. Die Tauschverhältnisse sind auf den jeweiligen Wegekarten abzulesen.
Danach legt jeder Spieler nacheinander ein oder mehrere Handkarten verdeckt vor sich ab. Anschließend werden alle Karten aufgedeckt. Wer den geringsten Wert an Ruhmkarten ausgespielt hat, muss gegen die Leibgarde des Kardinals antreten. Gespielte Aktionskarten zählen dabei null und kommen wieder zurück auf die Hand. Alle ausgespielten Ruhmkarten kommen auf einen Ablagestapel.
Nun wird die oberste Kardinalskarte aufgedeckt. Sie zeigt eines der drei Symbole. Der ermittelte Spieler muss nun drei von diesen Symbolen ausspielen. Kann er das nicht, scheidet er aus dem Spiel aus. Schafft er es, darf er eine Ruhmkarte ziehen.
Sind die ersten vier Wegekarten durchgespielt, kommt bei den letzten Wegekarten noch eine weitere Phase hinzu, die Ausscheidungsphase. Hierzu wird eine weitere Kardinalskarte aufgedeckt. Die Spieler müssen nun reihum beliebig viele Aktionskarten mit dem entsprechenden Symbol offen vor sich auslegen. Wer die meisten geboten hat, gewinnt und darf sich erst mal ausruhen. Die verbliebenen Spieler können nacheinander ihre ausliegenden Gebote erhöhen und ein neuer Gewinner wird ermittelt. Wer die letzte Bietrunde verliert, scheidet aus dem Spiel aus.

Der Spieler, der die letzte Spielrunde bewältigt hat und als einziger übrig bleibt, gewinnt.

Fazit:
Musketier - Im Auftrag der Königin hat interessante Ansätze und Mechanismen, die sich jedoch leider irgendwo im Spiel verlieren. Sie wirken nicht ausgereift und trüben dadurch den Spielspaß. Zusätzlich mindern die komplizierte Anleitung, das einfache Material, die Aufmachung (vor allem die kaum unterscheidbaren Kartenrückseiten) und das vorzeitige Ausscheiden der Spieler ebenfalls den Wiederspielreiz.




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