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Star Trek - Vanguard: Ernte den Sturm
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 02.10.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): David Mack, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 459, Erschienen: 2008, Preis: 12,80 €


Im dritten Band der Saga um die Raumstation am Rande des Föderationsgebietes überschlagen sich die Ereignisse, die sich in den vorherigen Teilen anbahnten. Das Jinoteur-System steht im Zentrum der Ermittlungen des Geheimdienstes. Doch die uralte Rasse der Shedai ist auf die Nachforschungen aufmerksam geworden und zieht alle Register, um ihr Geheimnis weiter im Verborgenen zu halten. Doch das ist nicht genug. Sie treffen eine Entscheidung, die das Schicksal von vielen Universen in andere Bahnen lenken soll.
Der vorletzte Band der Star Trek Serie des 23. Jahrhunderts dreht sich um Verrat. Verrat auf allen Ebenen, von Personen, die man lieb gewonnen hat, von Charakteren, die man hasst, und von jenen, die man kaum kennt. Es wird dramatischer als je zuvor und Handlungsstränge werden endlich zusammen und auch zu Ende geführt. Dies schafft Raum für Neues und bietet Spannung bis zur letzten Seite. Dabei wird endlich der Fokus auf Individuen gelegt, über die man beim Lesen schon immer mehr erfahren wollte. Sie erscheinen nun in einem ganz anderen Licht: Der Kaufmannsprinz Ganz vom Orion, die Vulkanierin T’Prynn und ihre heimliche Liebe sowie der Schmuggler Quinn und sein Leidensgenosse Pennington bekommen ihre eigenen Plotlines. Das neue Pferd im Stall, sprich: Hangar, ist die U.S.S. Sagittarius. Sie ist weiß Gott kein großes Schiff, doch ihre Crew wird zum Zünglein an der Wage.

Es ist immer wieder verblüffend, was Autor David Mack auf die Seiten zaubert. Man ertappt sich regelrecht dabei sich daran erinnern zu müssen, dass man Star Trek liest. Diese Serie ist ohne Zweifel anders und sei geraden jenen empfohlen, die die Next Generation und ihre Sequels nicht mochten. Vanguard ist eine Station an der Grenze, nicht düster wie Deep Space Nine, dafür aber von Grund auf verlogen. Genau das macht den Reiz aus, denn es ist erfrischend zu sehen, wie sich trotzdem Helden finden, auch wenn sie gar keine sein wollen.

Fazit: Vom Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt – diese Serie ist ein Schmelztiegel der Gefühle und Science-Fiction auf höchstem Niveau. Sabotage war noch nie so köstlich, die richtigen Entscheidungen noch nie so bitter. Einfach wundervoll!




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