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28 Days Later: Die Zeit danach (Gebundene Ausgabe)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 28.08.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Steve Niles, Frank Neugebauer (Übersetzer), Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 111, Erschienen: 2007, Preis: 16,- €


Der Cross Cult Verlag versucht mit kleinen aber feinen Comics Hintergründe zu populären Filmen unter anderem aus dem Horrorgenre zu erzählen. Dieses widmet sich dem Zombie-Klassiker 28 days later.

Der Titel ist eigentlich schlecht gewählt, denn zwei der vier Kurzgeschichten spielen vor dem Film, während der Rest den Nachspann behandelt. Die Kapitel zeigen die vier unterschiedlichen Phasen der Ausbreitung des Virus.
Phase 1: Entwicklung dreht sich um das Schaffen eines Virus, der eigentlich unnötige Gewalt verhindern sollte, jedoch mutierte und ins genaue Gegenteil ausartete.
Phase 2: Ausbruch erzählt die Geschichte einer Familie, die eigentlich nur einen schönen Tag im Park erleben möchte, dann aber in die Geschehnisse um einen ausgebrochenen Laboraffen verwickelt wird.
Phase 3: Dezimierung spielt nach dem Kinofilm. London wurde von den Zombies überrannt und ein Kerl im Kapfanzug schlägt sich durch die Metro- oder besser Necropole Englands. Doch da ist er nicht der einzige.
In Phase 4:Quarantäne werden alle Hauptcharaktere der vorhergehenden Phasen zusammengeführt. Sie befinden sich in einem abgeschotteten Militärposten und werden nach und nach paranoid.

Wer glaubt, dass in diesem Comic ein gute Geschichte einfach nur aufgewärmt und grafisch umgesetzt wurde, liegt falsch. Die Kurzgeschichten sind kurzweilig und beleuchten ganz unterschiedliche Winkel des großen Ganzen. Die Zusammenführung der Charaktere an Ende schafft einen guten Abschluss, der sich dem Zombiegenre würdig erweist.
Grafisch spielt das Buch ganz vorne mit. Unterschiedliche Künstler bringen ihre Stile ein und schaffen so auch für das Auge Abwechslung. Der schwarze Seitenhintergrund sorgt für die richtige Stimmung, vor allem wenn auch die Bilder in den meist klar geordneten Kästen immer dunkler werden.

Fazit: Fans des Genres sollten diesen außergewöhnlichen Band unbedingt haben. Nicht nur, dass er den Kinofilm in einem anderen Licht erscheinen lässt, auch in der Qualität der Zeichnungen, der Seiten, des Umschlags und natürlich der Stories bietet er erste Klasse. Cross Cult kann hier mal wieder beweisen, dass auch der deutsche Comicmarkt hervorragende Produkte bietet.




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