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How Ruck
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 25.08.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Richard Borg, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 10,- €


Die schottischen Highlands sind vor allem für eines berühmt: Whisky. Und auch nur das haben die Mitglieder der Clans Bowmore und Glenfiddich im Sinn. Aber wer bekommt denn die edlen Fässer, welche gerade aus der Destille rollen? Ein Tauziehen muss her! Zwei Spieler stellen sich dieser Aufgabe.

Das längliche Spielbrett besteht aus zwei Seiten, je eine Seite pro Clan. Auf jeder Seite befinden sich drei Felder auf welchen sich in den Farben blau, rot und grün die kräftigen Teilnehmer des Wettkampfes tummeln. Weiterhin gibt es eine Leiste auf welcher sich ein kleines Holzwhiskyfässchen befindet. Diese gilt es an das Ende der eigenen Zone zu "ziehen". Wer drei dieser begehrten Fässer hat gewinnt.
Und das geht so: Zu Beginn werden aus den 55 Karten 40 separiert. Von jenen bekommt jeder Spieler 20. Nach einem lauten "How Ruck!" müssen die Spieler immer zwei Karten nehmen und zwei Stapel bilden. Und das möglichst schnell nach der Methode die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Denn den Stapel mit den schlechten Karten bekommt der Gegner. Der Spieler, der am schnellsten die Karten sortiert hat beginnt. Zudem ist das Holzfässchen ein wenig näher an seinem Ende des Taus. Jetzt bekommt jeder sechs Handkarten, welche vor allem schottische Männer in den verschiedenen Stärkegraden und Farben darstellen. Diese werden durch eine Zahl von eins bis drei bestimmt. Eine Null ist ein leeres Seil, Frauen haben weiße Nummern und dürfen überall gesetzt werden. Weiterhin gibt es witzige Sonderkarten mit Spezialeffekten wie "Seilriss", "Adrenalinstoß" oder "Ungeheuerlich". Ungeheuerlich? Richtig, denn natürlich stellt sich auch das Seemonster Nessie gerne mal mit ins Seil. Dies bringt mächtig Punkte, aber es besteht auch die Gefahr, dass es die Mitglieder des Clans verspeist.
Die Spieler legen also abwechselnd ihre Schotten auf die zugehörigen Farbfelder ihrer Seite. Sollte auf einer Karte ein "How Ruck" Logo sein, werden die Kräfte gemessen, d.h. die Punkte auf jeder Seite addiert. Der Gewinner zieht das Holzfass um die Differenz in seine Richtung. Der Clou liegt darin, dass man vor allem gegen Ende gezwungen ist auch schlechte Karten legen zu müssen, bzw. auch in Unterzahl ein "How Ruck" auszulösen. Strategie und ein Quäntchen Glück sind also gefragt.

Das Spielbrett ist stilecht mit schottischen Mustern und einem Tribal verziert. Ein aufgedrucktes Tau durchzieht es weiterhin von links nach rechts und geht durch die Farbfelder auf beiden Seiten. Legt man die wirklich mit Liebe illustrierten Karten auf die Felder, fügen sie sich exakt in das Tau auf dem Spielplan ein und formen so ein schönes Bild. Fünf kleine Whiskyfässchen aus Holz tragen ungemein zum Flair bei. Die Regeln sind einfach und schnell erklärt, der Spielspaß grenzenlos. Denn nicht selten glaubt man sich als sicherer Sieger, wenn dem Fässchen nur noch zwei Felder zur eigenen Zielzone fehlen, doch dann gehen einem die Karten aus, oder der Gegner packt die frechen Tricks aus.

Fazit: How Ruck ist ein strategisches und äußerst amüsantes Spiel für zwei, welches keine Langeweile aufkommen lässt, rasant daher kommt und sich schnell wendet. Der Einstieg fällt leicht, der Ausstieg schwer – Suchtgefahr!




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