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Envoyer 07-08/2008
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 09.02.2009, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 49, Erschienen: 2008, Preis: 1,80 Euro

Die Ausgabe Nummer 140 des Envoyer für die Monate Juli und August 2008 begrüßt mit der Illustration einer etwas finster dreinschauenden Frau, die eine Kugel auf einem Kissen transportiert aus der Feder Chrissi Schichts. Es scheint, dass in dieser Kugel die Zukunft zu wabern scheint.

Wie es um die Zukunft des Envoyer steht, erfährt der Leser dann auch gleich im Begrüßungswort von André. Künftig wird dieser ein Teil des SpielXPress werden. Leider schlich sich gleich unter der Begrüßung der erste Fehler ein: Der Tipp des Monats endet mitten im Satz und der Leser muss überlegen, was genau er mit dem Tipp nun anfangen soll. Ein kurzes Preview für die nächste Ausgabe befindet sich auch gleich zu Beginn des Heftes. Nicht ganz der Ort, an dem Werbung für die Folgeausgabe erwartet wird.

Es folgt das Inhaltsverzeichnis. News, Rezensionen, Monster, Abenteuer, Tavernenspiele, die Weltretter und eine Kurzgeschichte werden versprochen.

Die News sind schnell abgehandelt. Sieben neue Produkte werden kurz vorgestellt, Lords of Summer für Changeling: The Lost, Kiss of the Succubus für Vampire: The Requiem, Die schwarze Eiche für DSA, Threats of the Galaxy für das Star Wars RPG, die drei neuen englischen Grundregelwerke für D&D4 - interessant ist dabei, dass das Spielerhandbuch scheinbar das Cover von Trail of Cthulhu hat, ein weiterer Fehler dieses Envoyer – und zu guter Letzt noch das Narnia Rollenspiel. Es folgt etwas Werbung für den Freundeskreis Anderswelt und die Rezensionen.

Drei Rezensionen werden dieses Mal angeboten, DSA-Myranor "Codex Monstrorum", das Monsterhandbuch für Myranor, Degenesis "Kultbuch Spitalier" und Erdensterns CD "Into the Gold". Alle drei Rezensionen sind objektiv und vermitteln einen guten Eindruck über die Qualität und Inhalt der Produkte.

Auf Seite 14 wird dann der SpielXPress vorgestellt und dabei bei einem Interview mit dem Chefredakteur klargestellt, wie der Envoyer eingebunden wird.

Es folgen drei neue Monster: die Dyklopen, zweiäugige Lebewesen in einer Welt voller einäugiger Lebewesen, die Seelenflammen, Geister, welche Seelen verschlingen und nur schwer zu vernichten sind und Seelenlose, parasitäre Geister, die böse Opfer übernehmen. Weiterhin werden zwei neue humanoide Rassen aus Spielerfeder, die Sprengschweine, formidable Köche, und die Sturmhexer, eine matriarcharle Gesellschaft, bei der die Männer ihre Frau auch in einer anderen Gestalt verteidigen vorgestellt. Zwischendrin hätten die Tavernenspiele sein sollen, allerdings scheint die Aufzählung im Inhaltverzeichnis da nicht zu stimmen.

Die Weltretter dürfen natürlich nicht fehlen: Diesmal schaffen sie es mal wieder durch Dummheit und Ignoranz einen Verbündeten loszuwerden. Ein kleiner Rechtschreibfehler fällt da auch kaum auf.

Mit "Tödliche Liebe" taucht schließlich ein Abenteuer für Elyrion auf. Christian Löwenthal und Christian Becker haben ein kleines Detektivabenteuer für den Envoyer verfasst und führen eine Heldengruppe damit nach Weißhafen. Dort gilt es ein Komplott aufzudecken. Viel mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten. Nach dem Durchlesen hatte ich das Gefühl, dass die Gruppe gar nicht wirklich versagen kann. Alles ist so ausgearbeitet, dass das Komplott aufgedeckt wird und manchmal beschlich mich das Gefühl, dass der Spielleiter viel vorlesen soll, viel zu viel an manchen Stellen. Da kommt noch etwas Arbeit auf ihn zu, wenn er das Abenteuer tatsächlich leiten will. Die Idee selbst rechtfertigt eine Weiterarbeit und selbst wenn daran kein Interesse besteht sind doch am Ende des Abenteuers ein paar nette NSC fertig beschrieben.

Mit "Das neugierige Herz" von Markus K. Korb, bietet der Envoyer eine interessante Variante von Poes verräterischem Herz. Etwas düsterer und aktueller, mehr als gelungen.

Der letzte Beitrag in diesem Envoyer ist ein Abenteuer für Wushu von Michael Scharpf. Eine Gruppe cooler Otto-Normal-Bürger wird unversehens in Chinatown in ein Abenteuer hineingezogen, bei dem nicht nur ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. Das Abenteuer ist durchdacht und sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Spieler geeignet.

Fazit: Ich habe bisher in keinen Ausgabe so viele Fehler gefunden, vielleicht hat die Freude darüber, dass der Envoyer im SpielXPress weiter besteht, die Mitarbeiter dieser Ausgabe einfach zu sehr abgelenkt. Hoffentlich wird das in der nächsten Ausgabe wieder besser. Aber auch der restliche Inhalt war nicht so überzeugend wie jener in früheren Ausgaben. Nur die Kurzgeschichte und das Wushu-Abenteuer konnten überzeugen.




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