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Star Trek - Vanguard: Rufe den Donner (Taschenbuch)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 21.06.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Dayton Ward, Kevin Dilmore, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 437, Erschienen: 2008, Preis: 12,80 €


Nachdem der erste Band der neuen Star-Trek-Serie als Appetizer gelten kann, folgt mit Band zwei eine Verdichtung der Story und das Lüften des ein oder anderen Geheimnisses, das im ersten Teil eingeführt wurde. Spannung ist garantiert!

Der zweite Band kommt ohne einen weiteren Ausfaltplan daher, wie er Teil eins zierte, dafür ist das Buch um einiges dicker. Das Cover, die Station mit einem Schiff der Ikarus-Klasse, das schon alleine das Herz eines Trekkis der alten Schule höher schlagen lassen sollten, ist wieder einmal erstklassig.

Ist der Ruf mal ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert, diese Binsenweisheit gilt auch für Pennington, ehemaliger Reporter der Föderationsnachrichten und mittlerweile aller Lebensgrundlagen beraubt. Das ist es wohl, was ihn dazu treibt sich mit dem schmierigen Schmuggler Quinn zusammenzutun und mit ihm vom Regen in die Traufe zu schlittern.
Die Ereignisse um die tragische Zerstörung der Bombay sind schon eine Weile her und die wahren Umstände gut vertuscht. Kein Grund zur Sorge also für den Kommandanten der Station Reyes? Ganz im Gegenteil. Moralische Zweifel nagen an ihm, während seine Pflicht ihn dazu zwingt weiter auf Linie zu bleiben und T’Prynns zweifelhafte strategischen Methoden der Geheimhaltung zu dulden.
Romolus ist weit weg, sehr weit weg! Die Bloodied Talon liegt ruhig im Raum, gehüllt in den neuen Tarnschild und beobachtet still, wie sich die Ereignisse in der Taurusregion zuspitzen und sich Klingonen und Tholianer an die Gurgel gehen. Mittendrin die Föderation und der Celone Jetanien, der als Diplomat erster Güte zu vermitteln versucht.
Hinter den Kulissen wird weiter gegraben. Das Artefakt, das man im ersten Band fand, hat mehr Fragen gebracht als Antworten. Ein weiterer tragischer Vorfall lässt ein Schiff der Ikarus-Klasse, randvoll mit Ingenieuren, auf den Plan treten und die Untersuchungen um das gigantische, Planeten umspannende Netzwerk einer uralten Rasse unterstützen. Und immer wieder diese dunklen Wesen aus dem Nichts, Tötungsmaschinen ohne Skrupel, wie Marionetten aus der Hölle selbst, die nur eines im Sinn haben: alles dem Erdboden gleichmachen, was irgendwie mit diesen Artefakten in Berührung kommt.

Dies sind nur ein paar der vielen Handlungsstränge, die diesen Roman durchziehen, sich verflechten, kreuzen und wieder auflösen. Und diese Stränge sind es auch, die dieses Buch so vielfältig und interessant machen, ganz in der Tradition des ersten Bandes: Kleine, kurze Kapitel sorgen für Abwechslung und Spannung. Es wird einfach nie langweilig, eben auch, da die Geschichten nun viel tiefer gehen und man dem Geheimnis um die Taurusregion näher kommt – nur ein wenig, aber dies genügt, um Klingonen, Tholianer und selbst die Romulaner aufhorchen zu lassen. Denn was ist es denn, das die Föderation dazu bewegt in ein politisch heißes Gebiet einzudringen? Der Grund "Kolonisationsbemühungen" wird schon lange nicht mehr anerkannt.

Wer Band eins verschlungen hat, wird kaum merken, dass der zweite Teil der Vanguard-Saga um einiges dicker ist. Es gibt einfach keine Langeweile.

Fazit: Rasant, spannend, verschlagen, komisch, tragisch - einfach mustergültig!




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