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Fluss der Drachen
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 28.06.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Inka Brand, Markus Brand, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 29,99 Euro


Fluss der Drachen ist schon insofern ein etwas anderes Spiel, als die wichtigste Komponente ein dreiviertel Liter Wasser ist.

Die Spielbox wird ausgefüllt von einem Plastikflusslauf mit einem Hafen am einen Ende und fünf Anlegestellen im Verlauf. Vor dem Spiel wird er mit Wasser befüllt. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Drachen, die auf dem Fluss ein Schiff voller Edelsteine geortet haben und nun versuchen sich die lockende Beute zu sichern. Ziel des Spiels ist es, die eigene Schatzhöhle als erster komplett mit Edelsteinen zu füllen. Und das geht so:

Entlang des Flusses befinden sich fünf Anleger in unterschiedlichen Gebieten (Blumenwiese, Herbstwald, Gebirge, Wald, Steppe). In jedem platzieren die Spieler je eine Drachenfigur ihrer Farbe.
Der Startspieler sagt eine Landschaft an, nimmt einen Strohhalm und pustet mit ihm in das Segel des Schiffs. So versucht er den Anleger in der gewählten Landschaft zu erreichen. Zeitgleich würfeln die anderen Spieler reihum, bis sie das Symbol der Landschaft werfen, in die das Schiff gesteuert werden soll. Fällt die passende Würfelseite, bevor der Anleger erreicht ist, wechselt die Initiative zum nächsten Spieler. Ansonsten darf der Spieler die Aktion ausführen, die verdeckt unter dem Fuß seines Drachens in diesem Gebiet zu sehen ist. Man kann dann z.B. Edelsteine vom Schiff nehmen (einen oder zwei), muss einen Edelstein verschenken oder kann einen von einem anderen Drachen stibitzen. Danach wird der Drache zum Ausruhen vom Spielfeld entfernt. Die gewonnenen Edelsteine sammelt der Spieler. Hat er alle geforderten Steine beisammen (für eine ganze Höhle sind es je nach Komplexitätsgrad des Spiels sechs oder acht in vier unterschiedlichen Farben) platziert er sie in seiner Höhle.
Es gibt noch einige Feinheiten im Spiel, die den Ablauf spannender machen. So besteht z.B. eine Höhle immer aus zwei Teilen, die verdeckt und nacheinander gezogen werden (der zweite Teil erst, wenn der erste gefüllt ist).

Lob verdient neben dem Spielablauf auch die Ausstattung. Die durchsichtigen, farbigen "Edelsteine" sind beispielsweise in einer stilechten Schatztruhe verstaut. Kunststoff ist insgesamt das bestimmende Material - eine gute Wahl, denn die Komponenten müssen nach dem Spiel schließlich erst abtrocknen und dürfen sich nicht voll saugen. Die einzigen Verschleißteile, die Strohhalme, lassen sich einfach durch knickbare Standardmodelle aus dem Supermarkt austauschen.
Einziger Wermutstropfen: Die Landschaften müssen vor dem Spiel selbst aufgeklebt werden, was leider nur schwer ohne Faltenbildung machbar ist. Die Aufkleber sitzen sofort fest und lassen sich nicht mehr korrigieren.

Fazit: Fluss der Drachen ist eine herrliche kleine Sauerei für Kinder, die viel Spaß macht und kindgerecht ausgestattet ist.




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