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Gabriel Burns Folge 29 - Zwei Horizonte
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 18.06.2008, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 6,99 Euro


"Manchmal sieht der Mensch erst klar, nachdem sich seine Augen mit Tränen füllen."

Zwei Horizonte ist die 29. Folge der Mysterieserie Gabriel Burns und setzt die mittlerweile über alle Kontinente verteilte Handlung fort.

Joyce erholte sich in den vergangenen Wochen auf der einsamen, als leer geltenden Insel Douglas Island vor der Küste Kanadas, wo sie schließlich von Bakerman abgeholt wird. Gemeinsam nehmen die beiden offiziell Ermordeten die Spur von Bernard Cardieux auf. Erster Hinweis sind die gefundenen Zähne, die ihm wesentlich früher ausfielen als bisher angenommen, und Cardieux Vermutung, dass die Fahlen schon früh nach Wolfram, einst Wolfsspucke, gesucht haben.

Larry und Anahita befinden sich noch in der Gefangenschaft von Victor Zeysen. Als dieser jedoch erfährt, dass "Gabriel hier ist", befiehlt er, die beiden erschießen zu lassen. Doch ihnen gelingt im letzten Moment die Flucht in einen Atomkeller, dessen Pforten sich schließen. Larry entdeckt eine an Schläuchen angeschlossene, in ein Bad getauchte Frau, ein seltsames Experiment, das aber mehr Licht in die Identität des Auserwählten bringen kann...

Großartig produziert, ohne Frage, der zerstückelten Handlung ist aber schwer zu folgen. Gleich nach dem ersten Hören hab ich zwangsweise nochmal die letzten fünf Folgen gründlich gehört, um der Handlung auch en detail verfolgen zu können. Endlich werden wieder einige Geheimnisse gelüftet, sowohl Bakermans Ermittlung wie auch Larrys Beobachtungen auf der Flucht liefern neue Bruchteile im Riesenpuzzle der Mysterie-Serie.

Die Rückkehr von Bakerman in die Serie tut gut, das Splitten auf zwei Haupt- und einen kleineren Nebenhandlungsstrang (mit Steven) ist zwar etwas anstrengend, aber noch im Rahmen, um nicht den Faden zu verlieren. Schade ist es, dass diese Folge mit der Nummer 30 eine Doppelfolge bilden sollte, den so bleibt ein Teil der Handlung doch mittendrin stecken und man muss wieder vier Monate auf einen zwischenzeitlichen Abschluss warten.

Neben den orchestralen Klängen sind jetzt noch Engelschöre mit eingeflossen, die in ihrer Intensität so einiges an die Wand pusten. Überhaupt schafft es dieses Hörspiel wie jeher eine perfekte Sound- und Stimmenkulisse zu liefern, die die gesprochenen Worte mitten ins Hirn katapultiert und es zu einer der atmosphärischsten Folgen überhaupt macht. Allerdings überzieht das Hörspiel auch mal in den Beschreibung – eine spastisch zuckende Zunge, die die Vorderzähne rausbricht? Na, das klingt dann doch übertrieben – oder war die Zunge mit Wofram gehärtet... Auch, dass man einen Laptop findet und sich ohne Zeitnot vor Ort anguckt – und dadurch unnötig in Gefahr gerät, dient klar der Dramaturgie, ist aber für Vollblutprofi Bakerman unangemessen.

Die Sprecherriege ist wie zumeist gut gewählt. In der Rolle des Flüsterers ist der verstorbene Wolfgang Kühne wohl ein letztes Mal zu hören. Leider, sicherlich eine der ganz großen Identifikationsfiguren, wenn man die Hauptfiguren außen vor lässt, und immer mit guter Leistung. Ebenfalls erwähnenswert sind Joyce (Bianca Krahl) und Dr. Philips (Barbara Ratthey), die sich gekonnt angiften...

Fazit: Im Rahmen des Hauptplots eine gelungene Folge, die vieles voranbringt, aber auch eine, die man mehrmals hören muss. Dazu ein offener Spannungsbogen, der ein unbefriedigendes Gefühl zurücklässt. Eine Doppelveröffentlichung mit der #30 wäre sicherlich fairer gewesen.




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