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Envoyer 04/2008
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 23.07.2008, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Hrsg.), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 50, Erschienen: 2008, Preis: 1,80 Euro

Die sage und schreibe 137. Ausgabe des Rollenspiel Fanzines Envoyer wartet mal wieder mit äußerst abwechslungsreichem Material auf. Dabei liegt der Schwerpunkt eher auf den Hintergründen des Spiels als auf spielbaren Abenteuern.

Den Anfang bilden recht knapp vorgestellte Neuheiten und eine Doppelseite mit einer Rezension des neuen Cthulhu-Spielleiterschirms. Es folgt eine Doppelseite mit einem Interview der "Macher" des neuen, revolutionären Rollenspiels "Der fünfte Reiter", die kein Blatt vor den imaginären Mund nehmen. Wäre dies nicht die Aprilausgabe, könnte man den Hochmut fast glauben. Weiter geht es mit vier Seiten Kreaturen aus selbiger Reihe. Es werden "Irotscher" (Psiwesen), Lauraner (Doppelgänger) und Lemurke (Lastentiere) vorgestellt. Für welches System diese bestimmt sind, kann man leider nicht auf Anhieb erkennen. Auf den folgenden 16 Seiten bekommt die "Akademie des ungehinderten Blicks zu Nauffefurth" eine relativ detailreiche Abhandlung. Die Art der Lehre samt Personal und Räumlichkeiten werden dargestellt und Abenteuerideen gegeben. Leider erschließt sich dem Leser auch hier das System, für das der Hintergrund geeignet ist, erst im Text. Die Bodenpläne sind zudem recht wahllos über die Seiten verstreut, was den Artikel wohl auflockern soll, allerdings nicht besonders zur Übersicht beiträgt. Der Inhalt hingegen kann sich sehen lassen. Wer bei DSA schon immer mal nach Hogwarts wollte, ist hier richtig. Vier weitere Seiten widmen sich erneut Kreaturen, genauer gesagt den "Crittern der sechsten Welt". Diesmal geht es um "Grindel", eine dänische Mythengestalt, und "Morro", einen Nachtwolf. Der Artikel liest sich recht gut, leider kann der Leser auch hier nur erahnen, zu welchem System die Wesen zu zählen sind. Nach dem Comic "Weltenretter" folgt der wohl interessanteste Artikel "Werkstattbericht: Das Narnia-Rollenspiel". Der Leser hört quasi aus dem Nähkästchen, wie diese spielbare Version des Roman- und Kinoklassikers entstanden ist – mehr hiervon bitte! Abgeschlossen wird diese Ausgabe mit einem Bericht über Conventions, um sie wieder attraktiver zu machen, und einer Hilfestellung für Meuchler und Diebe bei LARPs.

Fazit: Ein monatliches Fanzine auf die Beine zu stellen verdient zweifelsohne hohen Respekt! Diese Regelmäßigkeit bedingt allerdings auch ein recht dünnes Heftchen, was wirklich tiefgründige Artikel nur bedingt zulässt. Diese sind jedoch wirklich gelungen. Der größte Mangel ist definitiv das Fehlen der Systemzuordnung im Titel. Bei mindestens drei Artikeln kann ich nicht sehen, für welches Rollenspiel sie gedacht sind. Empfehlenswert ist das Heft für den kleinen Preis trotz dieser Mängel aber definitiv.




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