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Globalissimo
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 27.06.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Günther Burkhardt, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 24,95 Euro


Globalissimo gehört zu den Wissens-Quizspielen, kommt aber ohne das relativ hohe Niveau der Fragen von Konkurrenten, wie z.B. Trivial Pursuit aus.

Die Spielbox enthält neben dem Spielbrett, das eine Weltkarte zeigt, zehn Kategoriekarten, 100 Länderkarten mit Angaben zu allen zehn Kategorien (Einwohner, Fläche, Bevölkerungsdichte, Bruttosozialprodukt, Gefangene, Straßenkilometer, CO2-Emission, Ärzte, ausländische Urlauber und Kraftfahrzeuge), 14 Barrieren (in lila und orange) sowie Spielfiguren, sechs mal sechs Tippkärtchen und vier Übersichtstafeln, die die Kategorien einmal nennen (sie dienen den Spielern als Gedächtnisstütze).

Das Spiel selbst ist einfach und dank der guten Anleitung schnell erlernbar. Grob funktioniert es so: Sechs Länderkarten werden mit der Flaggenseite (also die Datenseite verdeckt) ausgelegt. Danach wird die erste Kategoriekarte aufgedeckt und die Spieler legen nun eines ihrer Tippkärtchen auf die Flaggenseite eines Landes (auf jeder Länderkarte darf nur ein Tippkärtchen liegen). Die Tippkärtchen zeigen den vermuteten Rang (von eins bis sechs) der Länder in der Kategorie an.
Danach wird ausgewertet, indem die Daten auf der anderen Seite der Länderkarten verglichen werden. Wer den Rang genau bestimmt hat, bekommt drei Punkte. Wer einen Rang daneben liegt, bekommt noch zwei Punkte und für zwei Positionen daneben gibt es immerhin noch ein Pünktchen.
Für jeden Punkt darf man seine Spielfigur auf dem Spielplan ein Feld vorrücken. Im Anschluss werden alle Länderkarten entfernt und durch neue ersetzt.
Dieser Ablauf wiederholt sich, bis alle zehn Kategorien einmal gespielt worden sind. Es gewinnt der Spieler, dessen Figur am weitesten vorgerückt ist.
Eine Zusatzregel gibt es noch: Der Weg der Spielfigur wird immer wieder durch Barrieren versperrt. Wer mit seinen gewonnenen Punkten dann weiterziehen will, muss bei einer orangen Barriere die Hauptstadt der obersten Länderkarte auf dem Kartenstapel nennen, bei einer lilafarbenen Barriere muss er das Land auf dem Spielplan zeigen. Hat er Erfolg, darf er die Barriere behalten (damit wird bei Gleichstand am Spielende der Sieger ermittelt), ansonsten muss er seine Figur stehen lassen und seine Punkte verfallen.

Fazit: Gefallen hat mir die Geschwindigkeit des Spiels und der hohe Spielspaß (durch Überraschungen bei den Daten) bei einfachen Regeln. Problematisch stufe ich die eher willkürliche, teils trockene Wahl der Kategorien ein und die schnelle Abnutzung bei intensivem Spiel. Selbst bei dem deutlich komplexeren Wissen, das z.B. Trivial Pursuit den Spielern abverlangt, sind schnell neue Fragensets angezeigt. Wer also Globalissimo nicht jeden Tag und dann am besten gleich mehrfach spielen will, der wird auf jeden Fall lange seine Freude haben.




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