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Animalia
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 11.06.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): M. Braff, B. Cathala, S. Pauchon, Verlag: Pro Ludo, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 9,90 Euro


Bei Animalia übernehmen zwei bis sechs Spieler die Rolle von Tierzüchtern und versuchen auf Ausstellungen die schönsten Tiere zu präsentieren.

Die sehr kompakte und robuste Schachtel enthält 36 lustig illustrierte Spielkarten, einen Wertungsblock und vier Übersichtskarten. Die Spielkarten sind unterteilt in fünf Tiergattungen und eine Eule als Joker. Jede Karte ist individuell und sehr schön gestaltet. Der farbliche Wertungsblock enthält ungewöhnlich viele Blätter, die so schnell nicht ausgehen. Die Spielanleitung ist gut strukturiert und enthält einige Beispiele. Die Übersichtskarten erklären in vier Sprachen die besonderen Funktionen bestimmter Tiere.

Die Spielvorbereitung ist recht simpel: Der Startspieler mischt einfach die Tierkarten und legt den Stapel verdeckt vor sich ab. Er ist nun der "Geber" und deckt für alle sichtbar die oberste Karte auf. Nun kann er sich entscheiden diese zu behalten oder an den nächsten Spieler weiter zu geben. Behält er die Karte, endet damit auch sein Zug und er gibt den Kartenstapel an den nächsten Spieler weiter.
Hat er die Karte weiter gegeben, kann sich der nächste Spieler entscheiden diese zu behalten oder ebenfalls weiter zu geben. Kommt die Karte so wieder beim Geber an, deckt dieser die zweite Karte auf und muss sich nun entscheiden, ob er beide behalten möchte oder beide weiter wandern. Das selbe gilt für die dritte Karte. Kommen nun alle drei Karten zurück an den Geber, muss er diese behalten und in seine Sammlung aufnehmen.
Eine Sammlung besteht immer aus maximal fünf Tieren. Wer bereits fünf Karten vor sich liegen hat, wird übersprungen. Dies bedeutet allerdings für den Geber, dass er auch weniger als drei Karten nehmen muss, wenn dadurch seine Sammlung komplett wird.
Es gibt von jeder Tierart drei Spezialisten, dessen Eigenschaft in dem Moment genutzt werden kann, wenn eine Karte in die Sammlung kommt, in der sich schon ein Tier mit der selben Eigenschaft befindet. Da gibt es den "Dieb", mit dem man bei einem Mitspieler eine Karte stehlen kann. Mit dem "Spaßvogel" kann man eine Karte aus seiner Sammlung zu der Sammlung eines Mitspielers hinzufügen. Und mit dem "Spion" darf man sich die obersten fünf Karten des Kartenstapels ansehen und die Reihenfolge ändern.
Haben alle Spieler ihre Sammlung komplett, werden die Schönheitspreise vergeben. Ein Tier jeder Gattung trägt zwei Sterne, eines drei Sterne und eines einen Fleck. Die Sterne jeder Sammlung werden zusammengezählt und die Flecke abgezogen. Der Spieler mit den meisten Sternen gewinnt den Schönheitspreis und erhält verdeckt zwei Bonuskarten vom Stapel. Der Zweitplatzierte bekommt noch eine Bonuskarte.
Nun können die Spieler mit den Bonuskarten noch ihre Sammlungen optimieren, indem sie diese offen auf eine andere Karte ihrer Sammlung legen. Danach gibt es für jede Tierart, die mehr als einmal in einer Sammlung vorhanden ist einen Punkt. Diese werden in der Wertungsübersicht unter dem Namen des Spielers neben den entsprechenden Tiergattungen eingetragen. Hat ein Spieler fünf Tiere von unterschiedlicher Art, bekommt er ebenfalls für jedes Tier einen Punkt.
So werden insgesamt drei Runden gespielt. Am Ende gibt es noch einmal jeweils einen Bonuspunkt für je fünf Punkte bei einer Gattung.

Für das Spiel zu Zweit gibt es Sonderregeln. Das Spiel ist in dieser Besetzung allerdings nicht empfehlenswert.

Fazit:
Animalia bietet einen neuen, frischen Spielmechanismus, der es zu einem kurzweiligen und unterhaltsamen Kartenspiel macht. Die hübschen Grafiken tragen entsprechend zur Atmosphäre des Spieles bei. Lediglich der Anschaffungspreis ist im allgemeinen Vergleich etwas zu hoch.




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