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Gabriel Burns - Folge 28: Im Kreis Des Vertrauens
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 04.04.2008, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: Laufzeit ca. 57:30 min, Erschienen: 2008, Preis: 6,99 Euro


"Es waren die letzten Nächte vor dem zweiten Fall. Blut würde den Winter färben. Willkommen in Vancouver."


Im Kreis des Vertrauens ist die 28. Folge der erfolgreichen Hörspielserie Gabriel Burns und die erste im Jahr 2008 - jedoch nur aufgrund einer mysteriösen Verschiebung. Dazu jedoch später mehr, erstmal hören wir rein.

Steven Burns und Larry Newman sind aus Mexico zurück und wollen sich um einen der 10 fahlen Orte kümmern – nämlich die Nachtkathedrale, welche unter dem St. Pauls Hospital verborgen liegt. Allerdings fielen im Ostflügel erst die Lampen, dann die medizinische Elektronik aus. Daher ist er auch leergeräumt worden, so dass er saniert werden kann. Die Polizei hat die darunterliegende Nachtkathedrale, erstmals eingeführt in Folge 5, schon durchsucht, ist aber nicht fündig geworden. Steven und Larry geben sich als Mitarbeiter vom Umweltamt aus und überzeugen sich davon, dass dort tatsächlich nix zu finden ist. Die Schwester, die sie begleitet, erzählt ihnen schließlich zögerlich, dass sie hier ab und an ein Weinen gehört haben will. Steven verspürt aus der Richtung der Nachtkathedrale erst eine Präsenz der Fahlen, ein Sog, ein Licht und während Larry ein kleines Mädchen mit grauen Haaren und einem zahnlosen Mund entdeckt, wird Steven immer tiefer ins Gewölbe gezogen, welches seiner Meinung nach viel größer ist als damals...

Plötzlich sind sie getrennt, Larry nimmt ihn nicht mehr wahr, Steven ist verschwunden. Larry nimmt sich schließlich des Mädchens an und bringt die Schwester dazu, das Kind ins Krankenhaus aufzunehmen. Er macht jedoch noch eine Entdeckung: Das Mädchen hat am Unterarm eine Tätowierung des Pandialo-Ordens. Jener Pandialo, der Bakerman Ila al Khalfs überlassen hat. Von der Schwester hingegen erfährt, das sich jemand nach ihr erkundigt hat. So legt er sich mit der Pistole im Schoß auf die Lauer und tatsächlich kann er am Krankenbett einen Mann mit osteuropäischen Akzent stellen. Dieser stellt sich als Razvan Gulesco vor, der behauptet, die Tätowierung sei ein Schutz - ein Schutz vor dem Gesandten der zwei Horizonte. Anschließend taucht noch ein "Arzt" auf, der einen ledrigen Geruch verströmt und nur ein Schuß kann dem Geschöpf Einhalt gebieten. Nachdem das Kind bei einem Freund in New Westminster untergebracht ist, schlägt Razvan nach einem Telefonat mit jemanden, den er als "Erben Pandialos" bezeichnet, Larry einen Handel vor. Wenn Larry seinen Einfluß auf Steven geltend macht, hilft der Pandialo-Orden ihm, Steven aufzuspüren, welchen sie in Rumänien wähnen. Und dort wartet nicht nur die Securitate und ein totgeglaubter alter Bekannten auf Larry, auch das Geheimnis der grauhaarigen Kinder erhält neuen Nährstoff.

In den Tiefen der Nachtkathedrale wartet Aaron Cutters Geist auf Steven, der ihn anlockt und zugleich ablenkt, den plötzlich verblaßt die Nachtkathedrale vor Stevens Augen und der Sog eines anderen fahlen Ortes erfasst ihn...

Kommen wir erstmal zu dem kleinen Marketinggag. Eigentlich sollte die Folge zusammen mit der 27 schon im letzten Jahr erscheinen, doch angeblich sind rumänische Politiker darauf aufmerksam geworden, die daraufhin ihr Veto eingelegt hätten. Naja, zugegeben, in der Folge wird schon starker Tobak über Rumänien verbreitet, aber die Geschichte dürfte auch nur als guter Seemannsgarn durchgehen. Immerhin, als Marketinggag nicht ganz schlecht...

Nachdem es in den Folgen im 10er-Bereich doch einige Längen und auch einige sehr kurze, nicht abgeschlossene Folgen, sind die Folgen in den 20ern wieder von konstant guter Qualität. Die Laufzeit beträgt rund 57:30 und ist damit von den letzten fünf die zweitlängste. Die Sprecher sind wie zumeist gut ausgewählt, so auch hier. Die Stimme der Krankenschwester z.B. erkennt man als Synchronsprecherin bei Scrubs, wo sie auch diese Rolle inne hat. Die Dialekte sind überzeugend gesprochen, auch die Spracheffekte tragen zur Atmosphäre bei. Allerdings muss man teilweise auch extrem laut aufdrehen, um zu verstehen, was da nun genau gesprochen wird - das ginge noch besser.

Der Plot wird weitergekocht, aber auf hoher Flamme. Die letzte Episode war klar örtlich begrenzt auf Mexico. Diesmal gibt es zwar mehrere Orte, nichtsdestotrotz ist gibt es auch hier einen Abschluß, der ein zufriedenes Gefühl zurückläßt, das auch etwas passiert ist, dass man weitergekommen ist. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten und weitere Puzzlestücke, die das Gesamtmysterium der Serie weiter aufklären, aber die auch wieder neue Fragen aufwerfen. Aber genau das zeichnet auch die guten Folgen aus...

Die Aufmachung der Gabriel Burns-Folgen hat nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert, sie macht durchaus was her und der durchgängige Schriftzug auf dem Rücken macht natürlich Eindruck, wenn alle CDs nebeneinander stehen.

Fazit: Eine Folge, die den Metaplot vorantreibt, in der einiges passiert und die gut unterhält. Kurzum, alles hat - inkl. der nötigen Länge, was eine gute Folge haben sollte.



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