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Als die Zombies die Welt auffrassen
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 30.03.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Guy Davis, Jerry Frissen, Verlag: Keine Angabe, Seiten: 150, Erschienen: 2008, Preis: 24 Euro


Dass Cross Cult hervorragende Comics auf den deutschen Markt werfen kann ist hinlänglich bekannt. Vor allem im Zombiegenre hat der Verlag die hiesige Szene ungemein bereichern können. Somit durfte der heimische Fan erleichtert aufatmen, als endlich das lange angepriesene Breitbandcomic in Vollfarbe und im DinA4 Format in unsere Läden flatterte.

Der Leser findet sich in Los Angeles in einer nicht allzu fernen Zukunft wieder. Die Untoten sind zurück auf die Erde gekommen, verhalten sich aber friedlich, was die Regierung dazu veranlasste ein Gesetz zu erlassen, welches ein friedliches Zusammenleben der Menschen mit den "Vital Beeinträchtigten" sichern soll. Soweit so gut, aber wer hält sich schon an Gesetze? Schon gar nicht die kleine Gruppe um Karl, den Zombiejäger, welcher so gar nicht wie ein solcher rüberkommt. Pickliges Gesicht, schräges Safarioutfit und noch bei seiner Mutter wohnend erfüllt er mit seiner Schwester und ihrem belgischen Lover die Wünsche aller, welche es mit dem Gesetz nicht so ganz ernst nehmen wollen.

In Form von Kurzgeschichten, welche sich schlussendlich zu einem Ganzen zusammensetzen, wird der Leser durch die Höhen und Tiefen dieser (schönen?) neuen Welt geführt. Dekandente Sammler, Künstler, oder einfach nur verzweifelte Familien, die ihre längst verblichenen Verwandten einäschern wollen, alles wird erzählt. Und das in den seltensten Fällen politisch und moralisch korrekt.

Fazit: Schwarzer Humor par excellence, eine wirklich ausgeklügelte Storyline und extrem schräge Zombie-Geschichten bilden einen herausragenden Comic der besonderen Art, welcher leider gegen Ende ein wenig fade wird, als das Subtile dem Handfesten weichen muss.
Dennoch Daumen hoch, so lange Ihr sie noch habt.




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