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Flinke Feger
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 26.03.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Serget Laget, Bruno Cathala, Verlag: Pro Ludo, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 29,99


ProLudo hat sich, mit dem Spiel Flinke Feger, eine Übersetzung des französischen Spiels Du Balai, welches für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren ausgelegt ist, dem nächsten fantastischen Thema gewidmet. Die Spieler schlüpfen bei diesem Spiel in die Rollen von Hexen, die in einem uralten magischen Wettstreit, dem Besenflugrennen, gegeneinander um die Meisterschaft streiten.

Im Laden sticht einem das Spiel wegen der Verpackung sofort ins Auge: Diese ist nämlich in Form eines Buches gehalten und mit einem Verschluss versehen. Wird das Buch aufgeschlagen erblickt man auf der ersten Seite des Buches zuerst sechs farbige Hexenfiguren aus Plastik und neun Würfel mit mystischen Symbolen in zwei Farben. Nach dem Umblättern findet man drei verschieden Kartensets, neben Zauberformel- und Schwarze Magiekarten auch die Spielplankarten. Dazu gibt es noch einen Verwünschungschip und die achtseitige farbenfrohe Anleitung, in der, wegen der Namen der Hexen auch mal geschmunzelt werden kann.

Nach dem Lesen der Anleitung, in der viele Situationen anschaulich erläutert sind, geht es zum ersten Spiel und man baut den Spielplan, von Feld -2 bis Ziel (insgesamt 26 Karten) um das nun leere Buch herum auf, legt die schwarze Magiekarten neben das Buch und positioniert die teilnehmenden Hexen auf der Startkarte. Jede Hexe erhält anschließend ihre neun Zauberformelkarten. Jetzt kommen die Würfel zum Einsatz. Diese werden ins Buch hineingewürfelt und jede Hexe muss sich die erwürfelte Zauberformel so schnell wie mögliche merken, denn der Spieler, der meint, die Formel zu kennen, darf die Buchseite zuklappen. Aufgepasst werden muss aber nicht nur auf die Farbe und die Symbole sondern auch ob diese doppelt vorhanden sind und deshalb womöglich für die Zauberformel wegfallen. Nun legen die Spieler mit ihren Zauberformelkarten die Zauberformel aus dem Gedächtnis heraus nach und sprechen die Formel laut nach. Je nach richtiger oder falscher Erinnerung fliegt die Hexe vorwärts, schwebt auf der Stelle oder wird vom bockigen Besen zurückgetragen. Eine perfekte Formel mit allen Symbolen bringt je nach Farbe einen Bonus: Entweder ein paar Extrafelder oder Schwarze Magiekarten, die im Lauf des Spiels, durch Bonuspunkte und bösen Tricks, durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden könnten. Erreicht eine Hexe das Ziel, was laut Angaben, maximal 30 Spielminuten dauert, wird die Runde noch zu Ende gespielt, anschließend werden die Punkte gezählt und die Gewinnerin darf sich bis zum nächsten Rennen als aktuelle Meisterin bezeichnen.

Fazit: Flinke Finger ist ein lustiges Merkspiel für Familien- und Brettspielabende, welches durchaus für eine Auflockerung der Stimmung genutzt werden kann. Die Verpackung, die nicht nur optisch sondern auch thematisch wunderbar zum Spiel passt, findet seinen Weg sicher eher in ein Bücherregal als in den Brettspielschrank. Die Ausstattung ist qualitativ und quantitativ überzeugend und farbenfroh, was zum längeren Verweilen einlädt. Acht Seiten Regelwerk sind zwar viel, aber ein anschauliches Beispiel nimmt jede Frage vorweg und einem ungestörten Spiel, für all jene, die nicht zuviel Zeit haben, steht nach dem ersten Lesen nichts mehr im Weg.




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