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Expedition zu den alten Mayastätten
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 01.03.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Florian Isensee, Verlag: Floria Isensee GmbH, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 6,00


Die drei bis vier Spieler schlüpfen bei diesem selbstproduzierten Kartenspiel von Florian Isensee in die Rolle von Abenteurern, die auf der Suche nach alten Mayaschätzen sind.

Zu Beginn werden die zehn Wegekarten gemischt und verdeckt nebeneinander in der Tischmitte ausgelegt. Jeder Spieler erhält eine Karte "Ausruhen" und fünf Aktionskarten. Diese tragen die Zahlenwerte eins bis fünf. Die restlichen Aktionskarten sowie die Schatzkarten werden als verdeckte Stapel bereitgelegt.

Nun wird die erste Wegekarte aufgedeckt. Handelt es sich dabei um eine Abenteuerkarte, so muss sie von allen Spielern gemeinsam gemeistert werden. Dazu legen die Abenteurer eine ihrer Handkarten verdeckt vor sich hin und decken diese gleichzeitig auf. Entspricht die Summe der ausgespielten Werte mindestens der Zahl auf der Abenteuerkarte, so wurde das Abenteuer bestanden und der Spieler mit der höchsten ausgespielten Karte erhält die Abenteuerkarte zur Belohnung. Bei Gleichstand wird gelost. Wird das Abenteuer nicht bestanden, hat das Folgen für alle Spieler. Am härtesten kann es denjenigen treffen, der die niedrigste Karte gespielt hat.
Neue Karten erhält man nur, wenn man seine "Ausruhen"-Karte ausspielt. Bei einem bestandenen Abenteuer darf man dann zwei Karten nachziehen. Ansonsten müssen diese beiden Karten an die Mitspieler verteilt werden. Die "Ausruhen"-Karte kommt immer zurück auf die Hand.
Ist die Wegekarte ein Fundort, gibt es dort eine gewisse Anzahl von Schätzen zu finden. Hier spielen nun die Abenteurer gegeneinander. Gemeinsam wird wieder eine Karte ausgespielt und umgedreht. Wer die höchste Karte gespielt hat, gewinnt einen Schatz. Bei Gleichstand gibt es ein Stechen. Zu jeder Zeit kann auch hier die "Ausruhen"-Karte gespielt werden.

Das Spiel endet, wenn alle Wegekarten umgedreht sind und anschließend noch einmal um einen Schatz gespielt wurde. Jeder Abenteurer bekommt Ruhmpunkte für seine gesammelten Schätze und Abenteuer. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Ruhmpunkten.

Man sieht dem Spiel an, dass es sich um eine Eigenproduktion handelt. Die 64 Spielkarten sind in Schwarzweiß, dafür aber zweckmäßig und stimmungsvoll gestaltet. Sie sind laminiert und dadurch sehr haltbar. Leider sind die Ecken nicht abgerundet. Die etwas zu lang geratene Anleitung ist mit einigen Beispielen versehen und lässt kaum Fragen offen. Einzigst eine kurze Spielübersicht fehlt. Die Spielschachtel besteht leider aus recht dünner Pappe, die bei der Lagerung schnell eingedrückt wird.

Expedition zu den alten Mayastätten ist schnell erlernt, recht glückslastig und eher ein Zockerspiel. Aufgrund der angenehm kurzen Spieldauer von 15 Minuten stört das aber nicht weiter. Etwas weniger schön ist, dass bei einem Gleichstand "gelost" werden soll. Hier wäre eine andere Lösung wünschenswert.

Fazit
Expedition zu den alten Mayastätten ist ein kleines Kartenspiel für zwischendurch, das sich flüssig und ohne großen Tiefgang spielen lässt. Einzig die Spielschachtel und die Gleichstandregelung stören etwas. Der Anschaffungspreis ist aufgrund der Eigenproduktion vertretbar.




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