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Cthulhu Spielleiterschirm (2. Edition)
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 25.01.2008, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 19,95 Euro


Spielleiterschirme gehören seit der ersten Stunde des Rollenspiels hier in Deutschland zum Standardaccessoire jedes Systems. In den 80er und 90er Jahren verschwand aber mehr und mehr der vom Schwarzen Auge übernommene Brauch, die Schirme schon in die Regelboxen zu legen. Spätestens seit die meisten Rollenspielsysteme als Buch und nicht als Box erschienen, sind Spielleiterschirme zum Sonderzubehör geworden. Da dieses oft vergleichsweise teuer ausfallen, schaffen die Verlage Mehrwert durch Gimmicks.
Der neue Cthulhu-Sichtschirm macht das in Form des obligatorischen Abenteuers (schwarz-weiß im klassischen deutschen Cthulhu-Layout) sowie acht farbiger und vierseitiger Charakterbögen (je zwei für Cthulhu Now, Cthulhu 1890 und vier für Cthulhu 1920). Die Zahl und Verteilung der Bögen folgen anscheinend keiner Logik. Es sind zu wenige, um sie an die Spieler auszugeben, als Kopiervorlagen aber eher zu viele. Dafür ist die Gestaltung wirklich prima und deklassiert die Bögen aller mir bekannten Rollenspielsysteme deutlich.
Das eigentliche Hauptprodukt, der Spielleiterschirm, beinhaltet wie gewohnt zentrale und oft nachgeschlagene Daten und Tabellen (Wahnsinn, Traumata und Stabilitätsverlust, Liste der Phobien, Kampf-Regelübersicht, Schusswaffen-Regelübersicht, Die Kampfrunde, Verletzungen, Panzerung, Kritische Treffer, Deckung und Trefferplatzierung) auf der hellen Innenseite und außen das farbige düstere Cthulhudesign. Letzteres imitiert einen alten Folianten mit metallenen Beschlägen. Die Form fällt eher ungewöhnlich aus. Der Mittelteil besteht aus einer DIN-A4-Seite im Querformat, während die Seitenteile aus zwei Quadraten gebildet werden. Insgesamt ist der Schirm damit mehr als 70 Zentimeter breit, aber nur 21 Zentimeter hoch. Für meinen Geschmack ist das als Blickbarriere in der Höhe zu knapp, besonders auf kleineren Tischen oder Couchtischen. Dafür kann man mit ihm eine breitere Fläche abdecken und hat für außen und innen für angehängte Zettel, Porträts, etc. mehr Platz.
Das beiliegende Abenteuer "Feuer&Asche" stammt aus der Feder von Frank Heller und Stefan Moriße. Es ist für alle Cthulhu-Settings verwendbar und führt die Spielercharaktere mitten in einer Feuerkatastrophe, der sie entrinnen müssen und die sie später aufklären sollen. Dieser klassische Aufbau bietet einen gelungenen Mix aus Action und detektivischer Arbeit und lässt natürlich das Über(Wider-)natürliche ausreichend zum Zuge kommen. Die Gestaltung des Modul entspricht dem allgemeinen hohen Cthulhu-Niveau und glänzt auch mit passenden Handouts.
Im Abenteuerheft befinden sich zudem noch 16 Seiten nützliche Tabellen, vor allem Waffen und Kosten (hier geteilt nach Cthulhu 1890/1920/Now).

Fazit: Der Schirm gerät aus meiner Sicht eher zur Nebensache. Die Protokolle und das Abenteuer mit Tabellenteil machen den Hauptreiz aus, sind aber alleine überteuert. Ob sich das Set insgesamt - denn dafür ist der Preis allemal angemessen - lohnt, steht und fällt mit der Frage, ob einem persönlich die Höhe des Schirms ausreicht.




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