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Marsch der Legion
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 09.04.2008, Serie: Sammelkarten, Autor(en): , Verlag: Upper Deck Europe, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 14,99 Euro


Und wieder dröhnen die Kriegstrommel in Azeroth. Der ewige Kampf von Horde gegen Allianz geht in eine weitere Runde. Mit "Marsch der Legion" ist ein neues Starter-Deck des World of Warcraft Kartenspiels erschienen.

Was gibt’s Neues, kann man fragen. Zunächst viel altbekanntes. Das Deck wird auch dieses Mal in einer stabilen Plastikbox mit Platz für weitere Karten verkauft. Versehen mit einem eindrucksvollen Cover enthält es eines von insgesamt neun vorkonstruierten Halb-Decks bestehend aus einem Helden und 32 Karten. Zudem sind auch wieder drei große Heldenkarten mit von der Partie und eine Anleitung, welche die neuen Features erklärt, aber auch noch einmal auf die Grundlagen eingeht

Doch kommen wir zu den Neuheiten. Wie beim Online-Vorbild gibt es nun die Fraktionen Aldor und Seher, für die man sich als Alliierte entscheiden kann. Der Beitritt zu einer der beiden Seite verwehrt den Zugriff auf die Karten der anderen Fraktion. Hier gilt es also abzuwägen, welche der beiden neuen Fähigkeiten am besten passt. Einige Aldor-Verbündete
besitzen die Fähigkeit "Inspirieren", was bedeutet dass eine eigene Karte eines vorgegebenen Kartentyps in der Bereitmach-Phase jedes anderen Spielers bereit gemacht werden kann, was bei mehreren Spielern besonders vorteilhaft ist.
Auf der Seher-Seite gibt es nun "Sabotage". Damit kann ein "Ding", das auf der Verbündeten-Karte beschrieben wird, statt eines Angriffs sabotiert werden. Je nach Variante bedeutet dies, dass man sie erschöpfen, umdrehen oder sogar stehlen kann. Dies kann zwar verhindert werden, dann geht das allerdings der normale Angriff durch. Klingt soweit alles ganz gut und nützlich, doch nur wenige Karten besitzen diese Sonderfertigkeiten.

Nach wie vor gehören die WoW-Karten zu den schönsten in der Trading-Card-Gemeinde, mit einer lebendigen Darstellung der Charaktere, einem hohen Detaillevel und angenehmer Farbgestaltung. Einzig zu wünschen wäre, dass sich ein neues Starter-Deck auch optisch etwas abheben könnte, was jedoch nicht der Fall ist. Auch sonst bleibt vieles beim Alten, und die optionalen Fraktionen von Seher und Aldor erweitern die Spezialisierung des Decks um eine weitere Komponenten. Schon jetzt gilt es ja genau auf Klasse, Klassenspezialisierung und Berufe zu achten und man braucht immer mehr Booster um ein anständiges Deck zu erhalten. Wer da keine guten Tausch-Connections hat, muss viel Geld investieren oder wird im Duell etwas alt aussehen.

Fazit: Wegen mir hätte es eines neuen Starter-Decks nicht bedurft. Viel interessanter erschien mir das System der Instanzen, bei denen die Spieler nicht im Duell-Modus gegeneinander antreten, sondern im Teamwork gegen Monster und Bosse angehen. Das was innovativ. Mit "Marsch der Legion" ist eine handwerklich ordentliche und mit den zwei alliierten Fraktionen auch eine interessante Erweiterung des Spiels gelungen. Allzu innovativ ist sie aber nicht geworden. Insbesondere die häufig gleich klingenden Kartentexte öden etwas an. Kurzum: Für Sammler ein Anreiz, zum Neueinstieg jedoch nicht.




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