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If wishes were fishes
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 28.03.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Peter Sarret, Michael Adams, Verlag: Abacusspiele Verlags GmbH & Co. KG, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 34,99 Euro


Wer sich beim Titel des Spiels an das bekannte Märchen "Der Fischer und seine Frau" erinnert fühlt, dem sei gesagt, dass If fishes were wishes wenig damit zu tun hat. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von extrem kapitalistischen Fischer, denn nur der reichste Spieler gewinnt am Ende.

Als Spielvorbereitung erhält jeder Spieler Holzfische seiner Farbe, eine Karte mit zwei Booten und sechs Würmern (klebrige, lilafarbene Raupen und Würmer). Danach wird der Spielplan aufgeklappt und die Spielkarten gemischt bereitgelegt.

Die Spieler haben dann bei jedem Spielzug drei Möglichkeiten:
Sie verkaufen einen einzelnen Fisch aus einem Boot. Das bringt nicht viel und wird eher im Notfall aus Platzmangel im Boot zur Option.
Sie ziehen einen Fisch aus dem Wasser und haben damit zwei weitere Möglichkeiten: Ablage im Boot (Damit endet der Zug.) oder man wirft ihn zurück ins Wasser und bekommt dafür einen Wunsch erfüllt. Jede Karte mit einem Fisch zeigt bereits den Wunsch, der erfüllt werden kann. Damit kann man z.B. mehr als einen Fisch einer Sorte auf einmal verkaufen, man kann ein Extraboot bekommen und so mehr Fische lagern oder man kann alle Fische einer Sorte, die vielleicht gerade wertlos ist, als Fische einer anderen Sorte verkaufen.

Das Verkaufen geht so: Auf dem Spielplan sind Marktstände abgebildet, und zwar für jede Sorte Fisch ein Stand. Kunden, die an einem Stand stehen (die Spieler können sie auch bewegen), bringen zusätzliches Geld. Der Grundpreis pro Fisch beträgt nur 2 $, den die Kunden noch einmal erhöhen. Der größte Kunde bringt 3 $ zusätzlich, der kleinste immerhin noch 1 $ extra. Zum Verkauf legt man die kleinen Holzfische auf den passenden Marktstand. Bei einer bestimmten Anzahl Fische wird gewertet. Wer die meisten Fische am Stand liegen hat, bekommt richtig Geld. Der Zweitplazierte muss sich schon mit weniger bescheiden. Der Rest geht leer aus. Danach ist die Fischsorte nur noch 2 $ wert.
Insgesamt gibt es vier Wertungskarten mit steigender Punktezahl, mit der auch die Menge der Fische, die eine Wertung auslöst, größer und härter umkämpft wird.
Interessant ist es in dem Zusammenhang, welche der vier ausliegenden Fischkarten aus der Auslage gewählt wird. Hier kommen die Würmer ins Spiel. Die vorderste Karte ist kostenlos. Will man aber eine Karte haben, muss man Würmer auf die weiter vorne liegenden Karten legen. Fischt jemand eine Karte aus dem Meer, darf er alle darauf liegenden Würmer behalten. Vom Kartenstapel wir deine neue Fischkarte gezogen, die dann das Quartett wieder vervollständigt. Würmer bringen am Ende Siegpunkte.
Das wäre das Spiel im Groben. Der Verlag nennt als mögliche Spieleranzahl zwei bis fünf, aber die taktischen Varianten und damit auch echter Spielspaß kommen erst mit drei oder mehr Spielern zum Tragen.

Die Gestaltung des Spiels ist kindgerecht - einfach und bunt, die Ausstattung wertig (z.B. die Holzfische). Aber ob man wirklich als Zehnjähriger bereits gegen ältere Spieler bestehen kann, wage ich zu bezweifeln. Der Glücksfaktor spielt zwar auch eine Rolle, aber das Spiel ist insgesamt recht komplex und verlangt nach Taktik.

Fazit: Insgesamt vereint If fishes were wishes viele Tugenden in sich: Es bietet einen hohen Wiederspielwert, ist gut ausgestattet und designed und hinreichend komplex, um verschiedene Altersklassen anzusprechen. Das angegebene Mindestalter erscheint mir aber als zu optimistisch und die Spieleranzahl sollte optimal bei vier liegen.




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