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Graffiti
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 28.03.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jacques Zeimeit, Verlag: HUCH & Friends Hutter Trade GmbH & Co. KG, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 29,95 Euro


Graffiti arbeitet mit einem der drei Activity-Mechanismen, dem zeichnerischen Darstellen von Begriffen. Zuerst wird ausgewählt, welchen Schwierigkeitsgrad das Spiel haben soll. Die 200 Begriffskarten zeigen jeweils einen leicht und einen schwer zeichnerisch darzustellenden Begriff. Danach hält sich der älteste Spieler die Augen zu, während die anderen die oberste Karten des gemischten Begriffskartenstapels ansehen und die Aufgabe dann zeichnerisch umsetzen (z.B. leicht = Neandertaler; schwer = Langeweile). Die Zeit hierfür wird durch eine Sanduhr begrenzt. Ziel für alle Spieler ist es, möglichste viele Chips zu sammeln. Und das ist auf folgende Arten möglich:

1. Der Rater versucht in maximal drei Versuchen zu erkennen, was seine Mitspieler gezeichnet haben. Liegt er sofort richtig, bekommt er zwei Chips; braucht er zwei oder drei Versuche, gibt es nur noch einen Chip. In allen anderen Fällen geht er leer aus.

2. Der Rater prämiert die beste Zeichnung mit zwei Chips.

3. Der Rater ordnet alle Zeichnungen den jeweiligen Spielern zu. Für jede richtige Zuordnung erhält er einen Chip. Für jede falsche bekommt der Spieler, dem die Zeichnung gehört, einen Chip.

Das Spiel endet, wenn die vorher vereinbarte Zahl an Begriffskarten komplett gespielt wurde.
Wenn nach intensivem Spiel die Begriffskarten langsam an Reiz verlieren, kann man problemlos eigene Begriffe benutzen.

Die Spielausstattung hinterlässt jedoch einen zwiespältigen Eindruck. Die Begriffskarten, die Sanduhr und die Chips (welche aus Holz sind) entsprechen zwar dem von Huch gewohnten Standard, aber die sieben Maltafeln nicht. Aus Kindertagen kennt wahrscheinlich jeder die mit Kunstoffgriffeln wiederbeschreibbaren Tafeln, die man mit einer Ritsch-Ratsch-Bewegung wieder löschen kann. Technisch haftet unter dem Druck des Malstifts eine hellere, teildurchsichtige Folie auf einer darunter gelegenen dunklen Schicht. Erfahrungsgemäß halten diese Tafeln nicht besonders lange. Die Stifte hinterlassen bei zu viel Druck (wie bei hektischem Spiel) Furchen im Pappboden der Tafeln, so dass die Folien nicht mehr vollständig aneinander haften können; von der generellen Haltbarkeit der Folie ganz zu schweigen. Seltsam, dass die Tafeln überhaupt beiliegen. Sie ließen sich einfach durch beliebige Stifte und Papier ersetzen.

Fazit: Graffiti ist ein leicht erlernbares, schnelles und flexibles Spiel für bis zu acht Personen, das wirklich für alle Alterstufen ab zwölf Jahre geeignet ist. Die Haltbarkeit der Ausstattung überzeugt nicht komplett, was aber kaum zu Problem beim Spiel führen dürfte. Verschleißteile lassen sich mit einfachsten Mitteln aus jedem Haushalt ersetzen.




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