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Cat Attack
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 19.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jonathan K. Self, Verlag: Boardroom Productions, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 19,00


Du bist die gemeinste, magerste, härteste und zäheste Mieze der ganzen Nachbarschaft.

Bei Cat Attack müssen die zwei bis sechs Katzen (Spieler) auf Nahrungssuche gehen und diese aus verschiedenen Geschäften oder aus dem Zuhause der anderen Katzen stibitzen. Die erste Katze, die alle Leckerein gesammelt und nach Hause gebracht hat, gewinnt das Spiel. Verliert sie allerdings alle ihre neun Leben, muss sie in den Ruhestand gehen.

In der Schachtel befinden sich ein Spielbrett, sechs Katzen, 54 Lebenssteine, 36 Leckerbissen, ein Auto, ein Würfel, 63 Miezekarten, 39 Neugierkarten, vier Ladenschlusskarten und vier Übersichtskarten.
Das Spielmaterial ist recht bunt, aber funktionell gestaltet. Die Figuren sind durchgängig aus Kunststoff und besonders die Katzen, die Leckerbissen und das Auto sind schön modelliert. Man könnte bemängeln, dass das Material nicht aus Holz ist, dies würde aber irgendwie auch nicht zu diesem Spiel passen und das gute Kunststoffmaterial erinnert an alte Klassiker und unterstreicht den Charme des Spiels.
Da Cat Attack von einem englischen Verleger stammt ist das ganze Material in Englisch gehalten. Es sind allerdings keinerlei Englischkenntnisse zum Spielen notwendig. Auf dem Spielplan sind lediglich die Straßen- und Ladennamen vermerkt und die Miezekarten tragen fast ausschließlich selbsterklärende Symbole. Allein die Neugierkarten enthalten einen knappen, aber leicht verständlichen englischen Satz. Hierfür gibt es außerdem zusätzlich in den Regeln eine übersichtliche Übersetzung zum Nachschlagen. Einzigst für die Übersichtskarten liegt leider keine übersetzte Form bei, allerdings sind diese für das Spiel auch nicht allzu wichtig.
Neben den englischen Spielregeln gibt es auch eine deutsche, die relativ gut übersetzt ist und so gut wie keine Fragen offen lässt. Der etwas unstrukturierte Aufbau macht es allerdings manchmal ein wenig schwierig die entsprechenden Antworten zu finden.

Der Spielplan zeigt die sechs Häuser der Katzen, vier Ladengeschäfte, ein Vogelhäuschen, ein Mauseloch und drei Felder für die Karten. Das ganze ist durchzogen von Mauern, auf denen sich die Katzen bewegen. Außen herum verlaufen vier Straßen, die eine schnellere Fortbewegung ermöglichen, aber auch die Gefahr bergen, vom Auto eingefangen zu werden.
Die Leckereien werden auf die entsprechenden Felder gelegt. Die Geschäftskarten werden beim ersten Spiel so gefaltet, dass ein kleines Haus mit Dach entsteht, welches im Verlaufe des Spiels über die Leckereien in den Geschäften gestellt wird und somit anzeigt, dass der Laden geschlossen ist.
Jeder Spieler erhält seine neun Lebenssteine, sechs Miezekarten und seine Katze, die er auf die Tür seines Hauses stellt.

Ist ein Spieler an der Reihe muss er folgendes tun:

1) eine Miezekarte ausspielen
2) seine Miezekarten auf sechs auffüllen
3) würfeln und seine Katze bewegen

Die Miezekarten unterteilen sich in Katzenkarten, Mauskarten, Vogelkarten und Miezebildkarten. Mit der Katzenkarte wird die eigene Katze entsprechend dem aufgedruckten Wert weiter bewegt. Bleibt die Katze auf einem "Neugierkartenfeld" stehen, muss sie eine Neugierkarte ziehen und die Anweisung befolgen. Diese lösen unterschiedliche Ereignisse aus. Zum Beispiel wird das Auto bewegt, ein Laden geschlossen oder geöffnet oder man ist noch mal an der Reihe. Mit einer Maus- oder Vogelkarte wird entsprechend eine Maus oder ein Vogel bewegt.
Natürlich kann auch eine andere Katze angegriffen werden. Dazu muss die eigene Katze genau auf dem Feld einer anderen landen. Diese verliert dann eines ihrer neun Leben und muss ab nach Hause zurück auf ihr Ausgangsfeld.
Besonders gemein ist es, Leckereien aus den Häusern anderer Katzen zu plündern, was jedoch nicht ganz einfach ist, da man durch den Garten genau auf dem fremden Ausgangsfeld landen und gleich wieder verschwinden muss.
Man kann sich auch mit anderen Katzen die sich maximal sechs Felder entfernt befinden "raufen". Wer hier die meisten Miezekarten einer Sorte hat gewinnt den Kampf und der Gegner verliert ein Leben.
Anschließend werden die Miezekarten der Spieler wieder auf sechs aufgefüllt und der aktive Spieler macht noch einen Würfelwurf und darf seine Katze noch mal um die Augenzahl bewegen.

Das Spiel endet sobald die erste Katze von jeder Leckerei eine nach Hause gebracht und wieder auf ihrem Ausgangsfeld angekommen oder als einzige Katze übrig geblieben ist.

Am Ende des Regelwerks werden noch einige Varianten, zum Beispiel für jüngere oder erfahrene Spieler oder für einen Bandenkrieg, angeboten.

Der Spielspaß nimmt mit steigender Anzahl der Mitspieler zu. Mit wenigen - und gerade zu Zweit - ist es eher langweilig, da jeder mehr oder weniger vor sich hin spielt.

Fazit
Cat Attack ist ein gemeines Würfel-, Lauf-, und Sammelspiel ohne großen Anspruch, aber doch mit genügend Möglichkeiten, so dass es in den richtigen Runden viel Spaß macht. Die Aufmachung ist gut gelungen und das Material funktional und formschön umgesetzt. Cat Attack ist ein schönes Spiel für die ganze Familie zu einem vernünftigen Preis.




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