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Envoyer 10/2007
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 06.03.2008, Serie: Zeitschriften, Autor(en): André Wiesler (Chefredaktion), Verlag: FZ Werbung / Redaktion Envoyer, Seiten: 66, Erschienen: 2007, Preis: 1,80 Eur0

Die 131. Ausgabe des Rollenspiel-Magazins Envoyer, Nr. 10/2007 begrüßt mit einem düsteren Cover, auf dem eine Dämonin mit zwei Flammenschwertern zu sehen ist.

Das Vorwort übernimmt in gewohnter Marnier Chefredakteur André Wiesler mit einer sinnvollen Abhandlung über Kosten und Nutzen von Regelwerken. Im Anschluss folgt das Inhaltsverzeichnis. Nennung von Neuerscheinungen, Rezensionen, Fortsetzung der Spielstopper-Reihe, Abenteuer, ein Interview, Berichte über Larp-Veranstaltungen, eine Kurzgeschichte und natürlich die Weltretter warten darauf gelesen zu werden.

Rezensionen gibt es zu Cthulhu, Geheimnisvolles Marokko und Mansions of Madness, einer etwas zu langen Rezension zum Star Wars Miniaturenspiel Starship Battle Starter Set und eine knapp gehaltene Rezension zu Das Larp-Kochbuch.

Es folgt der zweite Teil der Mini-Reihe zum Thema Spielstopper. Diesmal sind die Würfel dran und eine kleine Reise durch die Geschichte des Würfelns im Rollenspiel beginnt. Andreas Melhorn setzt seinen Exkurs mit Problemen nach gescheiterten Würfelproben fort. Er versucht Spielern und Spielleitern klar zu machen, dass es beim Würfeln darauf ankommt zu wissen, welche Konsequenzen für Spiel und Charakter bei einem Misserfolg entstehen. Seiner Meinung nach wäre es das Beste, wenn man Spielern vor dem Wurf mitteilt, welche Auswirkungen ein missglückter Würfelwurf haben wird. Für Rollenspielanfänger ist der gutgeschrieben Artikel sehr hilfreich und die Beispiele, die in einigen Gruppen genau so vorkommen oder vorgekommen sein könnten, haben Hand und Fuß und verdeutlichen so die Würfelproblematik.

Das erste Abenteuer hat rund 14 Seiten und heißt Das Sterben des Brian. Geschrieben wurde es von Jonas Steingräber und er belegte damit den dritten Platz des Envoyer-Abenteuerwettbewerbs. Es handelt sich hierbei um ein Scheibenweltabenteuer, welches als Regelmechanismus Karten nutzt. Das Abenteuer selbst führt die Charaktere nach Ankh-Morpork und zwingt diese nach einem bösen Vampir zu suchen. Neben dem Erwerb passender Jagdausrüstung müssen die Charaktere die Spur des Vampirs finden und sobald sie diesen gefunden haben auch Verfolgen und vernichten. Im Abenteuer selbst findet sich der scheibenwelttypische Humor wieder und macht das Spielen zu einem richtigen Vergnügen.

Das Interview mit Saty Hody, einem Zeichner aus Indonesien geht über zwei Seiten und er steht Rede und Antwort zur eigenen Person und seinem Metier. Sowohl Cover als auch Abschlussbild entstammen seiner Feder.

Die Shadowrun-Kurzgeschichte Übernahmeverhandlung von Dirk Pautlitz, spielt in Deutschland und beinhaltet typische Phänomene der Sechsten Welt: Rigger, Magier und Konzerne. Aus zwei Perspektiven, die Ich-Perspektive des Helden und die dritte Person, in der die Gegenseite beschrieben ist, wird die Geschichte einer Übernahmeverhandlung einer Synthafoodfirma und deren abruptes Ende dargestellt. Die Kurzgeschichte ist spannend und die zwei Perspektiven sind eine nette Idee.

Die Weltretter versuchen sich heute am Ausspionieren einer Burg und scheitern natürlich kläglich.

Das zweite Abenteuer, Die Macht der Schwachen, von Bentley Silberschatten, spielt in der Welt von Firborn. London ist der Schauplatz der Geschichte, wobei die genaue Epoche schon leicht durcheinander gerät. Die Charaktere, die aus Anfängern bestehen sollten, ermitteln nach einem Todesfall und müssen sich großen Gefahren stellen, um noch mehr Opfer zu verhindern. Die Gruppe folgt Hinweisen und muss Nachforschungen anstellen. Gerade diese Nachforschungen führen zu einem sehr freien Abenteuerverlauf. Das Abenteuer ist gut durchdacht und bietet einen guten Einstieg in Fireborn.

Zu guter Letzt bietet der Envoyer noch einen Bericht zu den Larp-Veranstaltungen Drachenfest und Conquest of Mythodea. Tina Glaser geht insbesondere auf die Stadt als Spielort ein. Aufgezeigt werden Beweggründe für städtische Aktivitäten und Aufbau der Städte auf den jeweiligen Cons.

Fazit: Dieser Envoyer bietet neben teilweise guten Rezensionen und Themen zum Rollensspiel und Larp auch gute Unterhaltung mit der Kurzgeschichte und den beiden gelungenen Abenteuern.




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