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Herr der Ringe: Die Schlachtfelder Erweiterung
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 07.01.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Reiner Knizia, Verlag: Fantasy Flight Publishing, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 24,95 Euro

Die monumentale Verfilmung von Tolkins Epos ist längst nicht mehr neu und hat ihren Platz unter den Filmklassikern gefunden. Und dennoch zieht der Herr der Ringe eine ganze Welle an Fantasywerken nach sich. Dazu gehören nicht nur die Vielzahl von Büchern, die an Tolkiens Meilenstein heranzureichen versuchen, sondern auch Spiele, Bücher und andere Produkte, die sich direkt mit Mittelerde befassen.
Eines davon ist das Herr-der-Ringe-Brettspiel, zu dem nun die Schlachtfelderweiterung erschienen ist. Als erstes fällt positiv auf, dass sie sich frei mit den anderen Erweiterung kombinieren lässt. Sie ist extra so ausgelegt, dass man sie nicht nur mit dem Grundspiel, sondern auch mit der Feinde-Erweiterung verwenden kann, was für den Hersteller weiteren Materialsaufwand bedeutet und somit wirklich lobenswert ist.

Worum geht es aber bei der Schlachtfeld-Erweiterung? Zu jedem der Spielpläne gibt es nun ein passendes Schlachtfeld. Beim Abschreiten der Ereignisleiste werden feindliche Einheiten auf dieses Schlachtfeld gesetzt und darauf bewegt. Wenn diese Feinde gewisse Felder auf dem Schlachtfeld betreten, dann hat das unangenehme Konsequenzen für die Spieler zur Folge. Hier kommen zum ersten Mal im Herr-der-Ringe-Brettspiel andere Gefährten als die Hobbits in Aktion. Mit etwas Glück oder durch das Ausgeben von Jokern kann man Aragorn, Gimli, Boromier, Gandalf und Legolas in die Schlacht schicken und die Bösewichte aufhalten.
Hier weicht das Spiel auch zum ersten Mal deutlich von der Handlung in Film und Buch ab - ich zumindest kann mich nicht an eine Schlacht in Bree erinnern. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Schlachtfelder tragen ihren Namen eh eher aus theatralischen Gründen. Tatsächlich stellen sie auf abstrakte Weise den ständigen Kampf der Gefährten mit dem Bösen dar, der vor allem den Roman so deutlich dominiert. Die Gestalltung der Schlachtfelder mag zunächst rein zufällig erscheinen, doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass durchaus Überlegung dahinter steckt. Das erkennt man spätenstens, wenn man das riskante Schlachtfeld zu Mordor sieht.
Insofern stellt die Schlachtfelderweiterung eine sinnvolle Ergänzung zum Basisspiel dar, die wirklich Spaß bringt und das beliebte Spiel um einen spannenden und startegischen Faktor bereichert.

Das Spielmaterial ist wie bei Kosmos üblich von hoher Qualität. Die Pappe ist fest und stabil und die Illustrationen sind hochwertig, wenn auch manchmal etwas schlecht zu erkennen. Die zusätzlichen Sonderkarten waren in der vorliegenden Version nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Französisch vorhanden. Das ist vollkommen sinnlos und daher vermutlich nur im Rezensionsmuster der Fall. Wo bekommt man kostenlos teuer gedruckte, unwichtige Karten geschenkt?

FAZIT: Eine sinnvolle Anschaffung für jeden Freund des Spiels. Einziger echter Nachteil: Unter vier Spielern ist das ganzen recht sinnfrei.




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