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Stonehenge
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 29.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Richard Borg, Mike Selinker, James Ernest, Bruno Faidutti, Richard Garfield, Verlag: Spielzeit! Verlag, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 32,95 Euro


Ein Spiel ist "Stonehenge" nicht und einen Autoren hat es auch nicht. Genau genommen sind es zehn Spiele und eben so viele Autoren, wobei die Zahl der Spiele und Spielvarianten eigentlich nach oben offen ist.
Richard Garfield, einer der Autoren, fasst das Projekt "Stonehenge" so zusammen: "Als ich in die Welt der professionellen Spieleentwickler eintauchte, erkannte, ich, dass viele andere Autoren meine ausufernde Vorstellung davon teilten, was für unterschiedliche Regeln und Mechaniken mit dem gleichen Spielmaterial benutzt werden konnten." Im Geiste des klassischen Kartenspiels, das auch unzählige Spielarten mit nur einem Blatt ermöglicht, wurde die Basis für "Stonehenge" gelegt.

Neben dem Spielbrett, das viergeteilt aufklappbar ist, finden sich im Karton fünf Trilithen (zwei imitierte Steinsäulen, auf denen ein Querblock liegt, so dass die typische Stonehenge-Torform entsteht), sechs Spielfiguren unterschiedlicher Farbe (eine davon grau in der Farbe der Trilithen) und passend dazu fünfmal zehn lange Blöcke und die gleiche Anzahl Scheiben (jeweils in allen Farben außer grau) sowie 65 Karten (60 Zahlen-Karten mit zwei Mal den Zahlen von 1 bis 30 und fünf Trilithenkarten). Das Spielbrett zeigt, grob beschrieben, Stellflächen für die Trilithen in der Mitte eines Kreises aus den Zahlen von 1 bis 30. Damit sind jetzt unzählige Spielvarianten möglich.

Jede Variante ist auf zwei Seiten in den beiliegenden Regelheften beschrieben. Exemplarisch hier ein knapper Blick auf "Der Hohepriester" von Bruno Faidutti: Jeder Spieler führt eine Abordnung von Druiden an, die die jährliche Wahl für das Hohepriesteramt gewinnen möchte. Sieben verschiedene Schulen wählen den Hohepriester, wobei jede von ihnen für den Spieler stimmt, der alleine die höchste Anzahl von Druiden in der jeweilige Schule kontrolliert. Am Ende gewinnt der Spieler, der die höchste Zahl an Stimmen auf sich vereinigen kann.
Die Spielbeschreibung ist immer gleich aufgebaut. Nach den Spielregeln mit Angabe der zugelassenen Spielerzahl gliedert sich ein Abschnitt zu den Spielvorbereitungen an. Nicht alle Spiele fordern das gesamte Spielmaterial. Danach werden der Spielablauf und besonders des Spielende erklärt.
Eine detaillierte Beschreibung eines Spiels in dieser Rezension ist nicht sinnvoll, weil dazu das Spielbrett in allen (sehr komplexen) Einzelheiten genau beschrieben werden müsste. Die Spiele an sich sind aber allesamt gut spielbar und einfach erlernbar. Neben dem genannten birgt die Spielbox noch "Die Magie von Stonehenge", "Arthurs Geisterritter", "Streitwagen von Stonehenge", "Alles muss raus!", "Der hohe Rat", "Erbaut Stonehenge", "Rollende Steine", "Trilithen knallen" und "Opferroulette".

Die Gestaltung der Spielelemente ist sehr gut gelungen. Stonehenge wurde wegen der Stimmung als Thema des Spiels aufgewählt und wird durch Spielaustattung und Layout der Regelwerke sehr gut dargestellt.

Der hohe Spielwert der Box wird noch weiter gesteigert, weil jeder Spieler das Forum unter www.spielzeit.de nutzen kann, in dem sich noch einmal Berge von weiteren Spielvarianten finden lassen. Es scheint sich eine sehr kreative Fangemeinde entwickelt zu haben, wenn man alleine die Zahl der Postings betrachtet.

Fazit: "Stonehenge" ist ein außergewöhnliches Projekt, das die Kreativität anregt, aber auch schon von Beginn an einen sehr hohen Spielwert bietet. Die gute Ausstattung macht es als I-Tüpfelchen leicht, eine klare Empfehlung auszusprechen.




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