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Bohnanza - Fan Edition
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 14.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Uwe Rosenberg, Verlag: Lookout Games, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 8,00 Euro


"Bohnanza" ist ein Kartenspiel, das inzwischen schon fast Kult-Charakter erreicht hat. Die Fangemeinde wird regelmäßig mit Erweiterungen und speziellen Editionen versorgt. Eine davon ist die neue Fan-Edition, bei der über 200 Spielbegeisterte aller Altersklassen aus verschiedenen Ländern ihre eigenen Bohnen gezeichnet haben. Die 116 besten davon wurden ausgewählt und auf die Karten gedruckt. Der Spielmechanismus ist gleich geblieben.

Ziel des Spiels ist es, mit Bohnen zu handeln und sie auf Feldern anzupflanzen, um sie dann möglichst teuer zu verkaufen und viel Geld zu bekommen. Der Tisch dient dabei als Bohnenfeld. Jedem Spieler stehen zunächst zwei Bohnenfelder zur Verfügung, auf denen je eine Sorte Bohnen angepflanzt werden darf.
Vorab werden die Spielkarten, von denen es 104 gibt, gemischt und je fünf an jeden Spieler ausgegeben. Die restlichen Karten werden verdeckt als Stapel abgelegt.
Wer an der Reihe ist, kann jetzt eine oder zwei Karten ausspielen (anpflanzen). Man kann sich auch für drei Taler ein drittes Feld kaufen (Bohnenfeldkarten gibt es insgesamt sechs). Wer keine Karte auslegen kann, muss eines seiner Felder abernten. Das ist immer der Fall, wenn man bereits bepflanzte Felder besitzt, aber keine Bohnen der dort angepflanzten Sorten mehr hat. Danach zieht der Spieler zwei Karten vom Stapel und legt sie offen aus. Er kann sie entweder sofort für sich ausspielen oder gegen andere Karten der Mitspieler tauschen. Am Ende des Spielzugs füllt man die eigene Kartenhand wieder auf fünf Karten auf.

Der wichtigste Teil des Spiel ist das Gewinnen von Talern. Man bekommt sie für das Abernten von Feldern. Auf den Bohnenkarten ist nachzulesen, für wie viele Bohnen man welche Summe bekommt. Hat man weniger Bohnen angepflanzt als minimal auf der Karte verzeichnet, gibt es allerdings gar keine Taler. Felder mit nur einer Bohne dürfen prinzipiell nicht abgeerntet werden.
Die Talersymbole finden sich auf den Rückseiten der Bohnenkarten. Man dreht einfach die passende Zahl von "geernteten" Bohnenkarten um und legt überschüssige ab. Dieser Ablagestapel wird später neu gemischt und ersetzt den irgendwann aufgebrauchten Kartenstapel.

Das Spiel endet, wenn der Kartenstapel dreimal durchgespielt worden ist. Es gewinnt dann der Spieler mit den meisten Talern.

Bohnanza-Kenner kritisieren besonders den Spielbeginn. Wenn man am Anfang auf beiden Feldern nur eine Bohnenkarte liegen habe und zusätzlich nicht genügend Taler für den Kauf eines dritten Feldes besitze, entstehe eine unlösbare Situation.
Besonders gelobt hingegen werden die Möglichkeit zu verhandeln und die Spieldynamik. Die Lage könne sich schnell und überraschend wenden. Wer am Ende Sieger werde, stelle sich meist er in der letzten Runde heraus.

Fazit: Insgesamt bietet "Bohnanza" Spielfreude und Abwechslung bei jedem Spiel. Nicht umsonst hat die Serie bisher so viel Erfolg. Die neue Fan-Edition hat dazu noch zusätzlichen Charme, durch die nicht ganz perfekten aber originellen Kartenmotive.




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