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Fackel + Keule
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 13.11.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Benkendorf, Verlag: Spiellabor, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 9,95 Euro

Futter sonst Beule! So lässt sich extrem verkürzt der Ablauf von "Fackel + Keule" beschreiben.
Die Spieler sind nämlich als Urmenschen unterwegs, um verschiedene Tiere zu erlegen, die dann auf den heimischen Höhlengrill kommen sollen. Wenn allerdings die Jagd fehlschlägt, wird sich untereinander ob der Schuldzuweisungen geprügelt, dass es kracht.

Das Spielprinzip ist recht simpel. Jeder Spieler bekommt eine Hand voll Spielkarten, auf denen Speere, Steinäxte oder Keulen abgebildet sind. Für jedes Tier wird eine bestimmte Anzahl an Speeren und Äxten benötigt. Allerdings wird das Tier erst dann aufgedeckt, wenn alle Spieler ihre Karten gespielt haben, also Speere und Äxte für die Jagd und Keulen für eine eventuell anstehende Prügelei. Reicht die Anzahl aller eingesetzten Speere und Äxte, so wird das Wild erlegt und die Spieler können Knochen, Fleisch und die anderen Bestandteile des Mammuts oder eines anderen Beutetieres nach einer festgelegten Reihenfolge untereinander aufteilen. Reichen die Jagdwaffen allerdings nicht aus, entkommt das Wild.
In dem Fall ist Ärger vorprogrammiert und es wird mit den eingesetzten Keulen fröhlich auf einander eingehauen. Wer die meisten Keulen einsetzt, gewinnt die steinzeitliche Schlägerei und darf Beuteschädel einsammeln.
Das Spiel geht 12 Runden und am Schluss wird abgerechnet, wer die meiste Beute zusammengetragen hat.

Die schlichten Spielkarten zeigen neben dem eigentlich Beutetier oder einem der Werkzeuge eine Zahl für eventuell unklare Einsatzreihenfolgen. Die Beutemarker sind leider nur einfache Plastikchips.

"Fackel + Keule" ist amüsant, keine Frage. Das Konzept funktioniert, ist schnell erlernbar, und eine Partieist schnell mal zwischendurch gespielt. Die Regeln sind funktional, und die Farbmarkierungen auf den Spielkarten eindeutig zuzuordnen.
Allerdings weist das Spiel einen recht deutlichen Mangel auf: Es fehlt einfach an Langzeitmotivation. Die Spielidee ist gut, das soll an dieser Stelle nicht bestritten werden, aber weder die Idee noch die Ausstattung des Spieles sind geeignet, sich einen ganzen Abend damit zu beschäftigen. Schade.




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