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Spank the Monkey Kombo-Box
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 07.11.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Peter Hansson, Verlag: Gigantoskop, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 20


Bei diesem Kartenspiel von dem schwedischen Kleinverlag Gigantoskop geht es darum einen Affen zu verdreschen. Dieser hat sich auf einem Schrottplatz einen Turm aus Schrott gebaut und treibt von dort oben aus sein Unwesen. Die Spieler übernehmen die Rolle der Schrottplatzmitarbeiter und müssen versuchen den Affen von seinem Turm zu holen.

In der stabilen Box befinden sich die 120 Karten des Grundspiels, 60 Karten der Erweiterung, 60 Affenmünzen, eine größere "Höhe des Affen"-Karte, ein Markierungsstein und ein sechsseitiger Würfel. Das Material ist durchweg von guter Qualität. Jede Karte ist innerhalb des Spieles ein Unikat und enthält immer eine meist sehr passende und witzige Zeichnung. Die Karten sind unterteilt in: Schrott-, Verstärkungs-, Angriffs-, Verteidigungs- und Spezialkarten. Die Spielanleitung ist übersichtlich aufgebaut, enthält einige Beispiele und ist fast durchgängig sehr gut übersetzt.

Die "Höhe des Affen"-Karte wird beiseite gelegt und mit dem Markierungsstein versehen, der die aktuelle Höhe des Affen angibt. Am Anfang entspricht diese 14 abzüglich der Anzahl der Mitspieler. Während des Spiels bewegt sich der Affe noch nach unten oder nach oben. Die Karten werden gemischt und fünf an jeden Mitspieler verteilt. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel.

Ein Spielzug besteht aus fünf Schritten:

  • Nachziehen
  • Bauen
  • Angreifen
  • Den Affen verdreschen
  • Abwerfen


Am Anfang seines Zuges zieht der Spieler eine Karte nach. Hat er vier oder weniger Karten auf der Hand, darf er zwei Karten nachziehen.
Jeder Spieler baut vor sich einen eigenen Turm aus Schrott auf, um auf die Höhe des Affen zu kommen. Dazu legt er in der Bauphase eine Schrottkarte oben an seinen Turm an. Jede Schrottkarte hat eine gewisse Anzahl an schwarzen Punkten, welche deren Höhe angibt. Die Punkte aller ausliegenden Schrottkarten bestimmt die Gesamthöhe des eigenen Turms. Außerdem hat jede Schrottkarte einen Stärkewert, der angibt, wie stabil dieses Schrottteil ist. Manche Schrottkarten haben noch zusätzliche Effekte, die auf der Karte vermerkt sind. Zusätzlich kann an die oberste Schrottkarte eine Verstärkung angelegt werden, was sich meist positiv auf den Stärkewert auswirkt. Da wird zum Beispiel schon mal ein altes Giftmüllfass mit einer leuchtenden Lichterkette "verstärkt".
Natürlich muss man auch immer die Schrotttürme der Mitspieler im Auge behalten, damit diese nicht zuerst die Höhe des Affen erreichen. Dazu gibt es drei verschiedene Arten von Angriffskarten: Handangriff, Wurfangriff und Anschleichangriff. Beim Handangriff kann man nur Schrotteile auf gleicher Höhe des eigenen Turms angreifen. Der Spieler wählt einen Gegner aus. Ist man selbst höher, kann man nicht angreifen. Mit einem Wurfangriff kann man jede beliebige Schrottkarte in einem Turm angreifen, unabhängig von der eigenen Höhe. Anschleichangriffe sind immer sehr speziell und deren Wirkung ist auf der Karte angegeben.
Nachdem der Angriff bestimmt wurde, kann der Betroffenen noch eine oder mehrere Verteidigungskarten ausspielen. Anschließend würfelt der Angreifer mit dem Würfel. Bei einer Eins schlägt der Angriff automatisch fehl. Ansonsten wird zu dem Würfelergebnis der Angriffsbonus der Angriffskarte hinzu gezählt und der Malus der Verteidigungskarte abgezogen. Ist das Ergebnis gleich oder Höher als die Gesamtstärke der angegriffenen Karte, so hat der Angreifer gewonnen und die betroffene Schrottkarte wird entfernt. Entsteht so eine Lücke im Turm, stürzt dieser zusammen. Die restlichen Karten "krachen" sozusagen herunter und können dabei auch zerstört werden. Dazu muss der betroffene Spieler auf die Gesamtstärke der jeweiligen Schrottkarte würfeln. Ist der Wurf gleich oder höher als die Gesamtstärke, so muss er auch diese Karte entfernen und eventuell für die nächste Würfeln. Dies geht solange bis ein Teil nicht zerstört wird oder keines mehr übrig ist.

Hat ein Spieler die Höhe des Affen erreicht, oder ist etwas darüber, hat er mit einem Würfelwurf die Chance den Affen zu verdreschen und somit das Spiel zu gewinnen.

Bei der Erweiterung kommen neben neuen Karten noch Goldmünzen mit ins Spiel. Jeder Spieler hat zu Anfang eine Münze und kann im Laufe des Spiels weitere beziehen. Um bestimmte Karten auszuspielen muss dafür gezahlt werden. Manche Karten erfordern sogar eine Wartung, für die der Spieler pro Runde bezahlen muss.

Die Regeln hören sich zunächst etwas kompliziert an, sind aber schnell nach der ersten Spielrunde verinnerlicht. Das Spiel macht sehr viel Spaß und ist durch die individuellen Karten sehr abwechslungsreich. Wobei die Grafiken und die entsprechenden Texte sehr gut gelungen sind. So absurd manche Karten sind, so gut passen sie wiederum zusammen.

Es lässt sich in jeder Besetzung gut spielen, wobei es bei fünf oder sechs Spielern etwas langatmig werden kann. Optimal sind drei oder vier Mitspieler.

Bei Spank the Monkey geht es nicht nur allein darum den Affen zu verdreschen. Der Hauptspaß liegt darin, die Schrotttürme der Mitspieler anzugreifen und zu sehen, wie diese zusammenbrechen. Also kein Spiel für Leute, die so etwas persönlich nehmen.

Dabei handelt es sich nicht nur um ein reines Fun-Kartenspiel, denn die Spieler müssen klug den eigenen Turm aufbauen und geschickt die gegnerischen sabotieren.

Fazit Ein wirklich tolles Fun-Kartenspiel von einem kleinen Verlag zu einem fairen Preis. Die Karten sind hervorragend gestaltet und gut aufeinander abgestimmt. Durch die Vielzahl der Karten und deren möglichen Kombinationen ist entsprechende Abwechslung geboten.



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