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Von Ralf Sandfuchs
Rezension erschienen: 05.02.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Jacques Zeimet, Verlag: Drei Magier Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 13,90 Euro  |
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"Das vertrackte Silbenspiel": So steht es außen auf der durchaus niedlich illustrierten Hülle zu lesen, doch von der anfänglichen Neugier, was sich wohl dahinter verbergen mag, bleibt recht bald nur Ernüchterung. Das Spiel besteht aus 55 so genannten Silbenkarten, die jeweils eine kurze Silbe zeigen (normalerweise ein Konsonant mit einem der 5 Vokale A, E, I, O oder U, aber auch fünf Mal "Sch"). Ein Spieler (der "Häuptling") erhält den ebenfalls beigelegten Kartenhalter. Er zieht jetzt nacheinander Karten vom gemischten Stapel, zeigt sie den Spielern und steckt sie dann verdeckt in seinen Kartenhalter. Die Spieler müssen jetzt nacheinander die dabei entstehenden "Worte" wiederholen, also beispielsweise "Fu-Tu-La-Sch-Ko". Wer dies nicht schafft, scheidet aus. Wer als Letzter übrig bleibt, hat diese Runde gewonnen und erhält dafür eine Silbenkarte. Die Karten werden wieder gemischt, und die neue Runde beginnt mit einem neuen Häuptling. Das Spiel endet, wenn jeder einmal Häuptling war, und Gewinner ist der, der die meisten Silbenkarten bekommen hat. Das war's? Ja, das war's. Die Sprache des Manitu ist im Endeffekt nichts anderes als eine in Karten gestanzte Variante von "Ich packe meinen Koffer und nehme mit:...". Braucht man dafür wirklich dieses Spiel? Ich denke nicht, ein Blatt Papier und ein Stift tun es genauso, auf dem man die einzelnen Silben aufschreibt. Auch wenn der Verlag dieses Spiel als Lernspiel einstuft, wohl auch, um dem Kunden eine größere Bedeutung zu suggerieren, denke ich nicht, dass man die meisten Kinder mit einem simplen Silben-Wiederholungsspiel allzu lange fesseln kann. Von daher ist das Spiel wohl auch an seiner Zielgruppe vorbei konzipiert, ganz davon abgesehen, dass ich den angesprochenen Lernwert eher bezweifle. Ich sehe in Die Sprache des Manitu lediglich das Abkupfern einer althergebrachten Spielidee, ohne interessante neue Ideen einzubringen. Meine Empfehlung muss daher lauten: Kaufen Sie lieber ein anderes Spiel, bei dem sich der Autor mehr Gedanken gemacht hat!
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