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Ponte del Diavolo
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 07.11.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Martin Ebel, Verlag: Hans im Glück Verlags-GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 23 Euro


Bei Ponte del Diavolo handelt sich um eine Hommage an den Spieleautor Alexander Randolph. Es orientiert sich an dessen Spiel Twixt, wobei aber ein ganz neues eigenständiges Taktikspiel für zwei Personen daraus geworden ist.

In der kompakten Box befinden sich 80 Steine in zwei Farben, 15 neutrale Brücken, ein Spielplan und ein Stoffbeutel. Die Box trägt ein venezianisches Cover, dass eher an den dortigen Karneval erinnert und somit ein anderes Spiel vermuten lässt, als es tatsächlich ist. Auch der Titel ist eher verwirrend und hat keinen einprägenden Charakter.
Alle Steine sind aus Holz und der Spielplan aus robuster dicker Pappe, der noch mal rundum mit einem Rand versehen ist, damit die Steine nicht heraus rutschen. Innerhalb des Randes befindet sich ein Spielfeld aus 10x10 quadratischen Feldern. Der Spielplan ist komplett in hellblau gehalten. Das Material ist zweckmäßig ohne viel Schnörkeleien und von sehr guter Qualität.
Die Spielanleitung befindet sich kompakt auf einer beidseitig bedruckten Seite in Farbe. Sie ist knapp und mit vielen Beispielen versehen, welche die einfachen Regeln wieder geben und keine Fragen offen lassen.
Der Stoffbeutel wird für das Spiel nicht benötigt und dient nur zum sicheren Verwahren der Spielsteine.

Der Spielplan wird in der Mitte ausgelegt, die Brücken kommen daneben und die Steine werden nach den beiden Farben sortiert. Der ältere Spieler setzt zwei helle Steine beliebig auf den Spielplan. Der andere Spieler kann nun entscheiden, welche Farbe er spielen möchte. Dann beginnt der Spieler mit den dunklen Steinen.
Abwechselnd kann jeder der beiden Kontrahenten reihum entweder zwei seiner Steine setzen oder eine Brücke auf zwei eigenen Steinen platzieren.
Dabei gilt es Inseln aus immer genau vier zusammenhängenden Steinen der eigenen Farbe zu bilden, die sich jedoch nicht berühren dürfen. Möglichst viele dieser Inseln sind über Brücken miteinander zu verbinden. Unter einer Brücke darf sich kein Spielstein befinden und auch keiner mehr platziert werden. Weniger als vier zusammenhängende Steine werden Sandbanken genannt.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler keine zwei Steine mehr legen kann und er auf den Bau einer Brücke verzichtet. Handelt es sich dabei um den Spieler mit den hellen Steinen, so darf der andere noch einen Zug machen. Bei der Wertung gibt es Punkte für die fertigen Inseln. Je mehr dabei miteinander verbunden sind, desto mehr Punkte gibt es im Verhältnis. Für Sandbanken gibt es keine Punkte. Gleichwohl können durch diese allerdings mehrere Inseln miteinander verbunden sein.

Am Anfang, und gerade bei der ersten Spielrunde, werden die Steine noch recht planlos gesetzt und das Ganze wirkt etwas fade. Doch schnell kommt Dynamik ins Spiel und man merkt plötzlich worauf es ankommt, bzw. was man falsch gemacht hat. Das richtige Planen und Tüfteln beginnt. Haben bisher beide Spieler vor sich hin gespielt, so gilt es nun auch den anderen zu blockieren und zu verhindern, dass dieser wichtige Brücken bauen kann.

Fazit: Die Regeln zu Ponte del Diavolo sind einfach und das Thema wirkt aufgesetzt. Das Material ist jedoch sehr gut und die taktischen Möglichkeiten bringen eine recht hohe Spieltiefe mit sich. Das Spiel ist dennoch nicht zu anspruchsvoll, macht Spaß und eine Runde ist schnell gespielt. Insgesamt ein hervorragendes Zwei-Personenspiel.




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