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Akkon - Machtkampf der Tempelritter
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 18.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Knut Happel, Christian Fiore, Verlag: Goldsieber Spiele, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 14,95 Euro


Schon auf den ersten Blick überrascht das Spiel durch seine kompakten Dimensionen:24,5x18x6 cm. Dem wirklich guten und stimmungsvollen Design hat das aber nicht geschadet. Gleiches gilt auch für die Spielbarkeit. So bietet das faltbare, etwa A4-große Spielbrett immer noch ausreichend Platz für die Spielsteine. Einzige kleine Panne: Die Bilder der Kreuzritter und ihrer Gefolgsleute, die auf den Holzspielsteinen kleben, sind bei der Farbe Schwarz nicht erkennbar. Goldsieber hat den Fehler erkannt und legt neue Aufkleber in jede Spielpackung, die man selber anbringen muss.

Inhaltlich geht es um Folgendes: "Akkon 1189 A.D. Seit Wochen belagern Kreuzfahrer die Hafenstadt im Heiligen Land. Da erschüttert der Tod ihres Großmeisters die Ritter des Tempelordens, die sich ebenfalls unter den Belagerern befinden. Einen Nachfolger für den Großmeister zu finden, fällt in dieser Lage schwer und so entbrennt ein Machtkampf der Tempelritter. Die Spieler übernehmen die Rolle von Würdenträgern des Templerordens zur Zeit des Dritten Kreuzzuges im Heiligen Land. Sie bemühen sich, die Macht ihres Ordens auszubauen, Gold und Ansehen der Templer zu mehren und den Glauben im Heiligen Land zu verbreiten. Den Fähigsten unter ihnen wird das Wahlgremium des Templerordens zum neuen Großmeister bestimmen."

Die Umsetzung ganz knapp: Im Spiel stehen jedem Spieler pro Runde sieben Tempelritter unterschiedlicher Wertigkeiten zur Verfügung. Diese müssen die Spieler im verdeckten Bietverfahren geschickt einsetzen, um Stadtkarten zu ersteigern. Diese können sie dann in der zweiten Spielrundenphase ausspielen, um Gold, Glauben, Macht und Ansehen des Templerordens zu mehren. Dabei hat jeder Spieler auf dem Spielbrett je einen Marker pro Bereich stehen, der den aktuellen Rang anzeigt.
Die Stadtkarten sind je nach Spielsituation von unterschiedlicher Stärke. Man muss abschätzen, welche Karte ein hohes Gebot lohnt und wann der beste Zeitpunkt zum Ausspielen welcher Karte ist. Sieger ist nämlich der Spieler, der nach dem Aufbrauchen des Kartenstapels (72 Stück) den höchsten Punktewert vorweisen kann, wenn er seinen niedrigsten und seinen höchsten Wert bei Gold, Glauben, Macht und Ansehen addiert.
Außerdem ist zu beachten, dass zum Bieten eingesetzte Tempelritter zum Kartenausspielen nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer besonders erfolgreich handelt, bekommt zusätzliche Privilegien (spezielle Karten), die das Spiel erleichtern.

Das Spielkonzept des Bietens ist grundsätzlich nicht neu, hier aber zu einem taktikbestimmten Spiel mit einigen anderen Ideen verwoben, so dass ein gefälliger neuer Mix entsteht. "Akkon" macht zudem tatsächlich schon mit zwei Spielern Spaß und lässt sich im Zeitbedarf nach Kartenreduktion auch verkürzen. Die knappen Regeln - die Beschreibung des Spielablaufs umfasst nur drei Seiten - ermöglichen außerdem den schnellen Einstieg.

Fazit: "Akkon" ist ein preiswertes, gut gestaltetes und insgesamt hochwertig ausgestattetes Spiel, das vor allem Taktikfreunden sehr entgegenkommt. Es bietet zwar keine revolutionären Spielideen, aber eine solide Variation eines bekannten Mechanismus'. Dazu kommt der hohe Wiederspielwert.

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